Gefährliche Panne
Ryanair-Flugzeug schrammt anderen Flieger

Turbulenzen in London-Stansted: Ryanair-Passagiere erleben eine Schrecksekunde, als ihre Boeing kurz nach der Landung ein anderes Flugzeug streift. Für einige Reisende ergeben sich immense Verspätungen.
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LondonEin Ryanair-Flugzeug aus Frankfurt Hahn ist kurz nach der Landung am Londoner Flughafen Stansted an eine andere Maschine des Billigfliegers gestoßen. Verletzt wurde niemand, weder am Boden noch an Bord, sagte ein Ryanair-Sprecher. Die beiden Boeings 737-800 wurden bei der Kollision am frühen Samstagmorgen leicht beschädigt. Der Flügel des einen Flugzeugs habe dabei einen Teil des Hecks des anderen berührt. Die Passagiere mussten aussteigen.

Der eine Pilot war gerade dabei, das aus Frankfurt Hahn gekommene Boeing auf den Parkplatz zu lenken. Der andere wollte ausparken und Richtung Startbahn fahren, um nach Warschau zu fliegen. Die Polizei testete bei beiden Piloten routinemäßig auf Atemalkohol, es gab einem Sprecher zufolge aber nichts zu beanstanden. Die Reisenden Richtung Warschau konnten etwa drei Stunden später in einem anderen Flugzeug starten. Ryanair entschuldigte sich für den Zwischenfall. Wie viele Passagiere in den Maschinen waren, war unklar. Die Boeing 737-800 hat 189 Plätze.

Unmittelbar nach dem Zwischenfall um 6.45 Uhr (Ortszeit) untersuchten Ryanair-Ingenieure den Schaden. Die Flugzeuge sollten so schnell wie möglich wieder startklar gemacht werden, sagte der Sprecher. Am Flughafen lief der Betrieb normal weiter, die für Flugsicherheit zuständige britische Regierungsbehörde wurde eingeschaltet.

Der Flughafen Stansted fertigt nach eigenen Angaben im 24-Stunden-Betrieb mehr als 17 Millionen Passagiere im Jahr ab. Er gehört damit zu den betriebsamsten Flughäfen Großbritanniens. Wie oft es zu Zwischenfällen am Boden kommt, war zunächst nicht zu ermitteln. Die zuständige Behörde führt nach Angaben eines Sprechers keine gesonderte Statistik über diese Art von Zusammenstößen, Ryanair wollte sich zu der Frage nicht äußern.

Es würde nicht alle Vorkommnisse registriert, sagte Harro Ranter vom Aviation Safety Network der Nachrichtenagentur dpa. Experten würden zum Beispiel Kameras an den Außenseiten von Flugzeugen empfehlen, damit die Piloten die Flügelspitzen besser im Blick haben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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