Gegenseitige Beteiligung
Russen wollen bei Bahn einsteigen

Die Russische Eisenbahn (RSD) könnte sich vorstellen, bei der Deutschen Bahn einzusteigen. Auch für ein Engagement der Deutschen bei der RSD könnte sich deren Präsident Wladimir Jakunin erwärmen. Doch er räumt diesen Ideen nicht viel Chancen ein.

HB BERLIN. „Wenn unsere Bahn an die Börse geht, bin ich dafür, dass auch ausländisches Kapital zum Zuge kommt, die Deutschen, die Slowaken, die Polen, die Länder mit denen wir kooperieren“, sagte Jakunin in einem vorab veröffentlichten Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. „Leider aber werden solche Entscheidungen am Kabinettstisch getroffen und nicht nach dem freien Spiel der Kräfte im Markt“, sagte der Manager in Anspielung auf die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Jakunin und Bahn-Chef Hartmut Mehdorn hatten bereits ein Gemeinschaftsunternehmen für den Güterverkehr zwischen Europa und Asien gegründet. Während Eisenbahner immer den kürzesten Weg von A nach B suchten, baue die Politik mitunter gegen alle wirtschaftliche Logik viele Kurven ein, sagte Jakunin.

Die Deutsche Bahn ist das letzte große Unternehmen in Staatsbesitz. Die Pläne von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) zur Privatisierung sind heftig umstritten, so dass der Verkauf vielleicht nicht mehr in diesem Jahrzehnt über die Bühne gehen kann.

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