Gegenwind für Vorstand
Fondsgesellschaft will Adidas-Chef nicht entlasten

Schwierige Zeiten für Adidas-Chef Herbert Hainer: Weil andere Hersteller profitabler und die Zielmarke von elf Prozent „äußerst unrealistisch“ seien, will Union Investment dem Adidas-Vorstand die Entlastung verweigern.
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FrankfurtDie Fondsgesellschaft Union Investment will den Adidas-Vorstand auf der anstehenden Hauptversammlung nicht entlasten. „Wir haben kein Vertrauen mehr", sagte Union-Investment-Fondsmanager Ingo Speich der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) laut Vorabbericht.

„Wir werden gegen die Entlastung von Vorstand wie Aufsichtsrat stimmen." Mit einem Anteil von 0,89 Prozent ist die Fondsgesellschaft nach Reuters-Daten der zehntgrößte Adidas-Anteilseigner. Der Sportartikelhersteller hat für Donnerstag zur Aktionärsversammlung eingeladen.

Fondsmanager Speich kritisierte, andere Hersteller in der Branche seien profitabler. Die von Adidas-Chef Herbert Hainer für das Jahr 2015 ausgegebene Zielmarke von elf Prozent Gewinnmarge bezeichnete er als äußerst unrealistisch. Auch sei es nicht so schnell zu schaffen, den US-Rivalen Nike als weltweite Nummer Eins abzulösen.

„Selbst in der Heimat, in Deutschland wie Europa, jagt Nike Adidas Marktanteile ab", kritisierte Speich. „Nike läuft Adidas davon, vor diesem Hintergrund ist es völlig unverständlich, warum der Aufsichtsrat jüngst den Vertrag für Herbert Hainer um volle zwei Jahre verlängert hat."

Ein Adidas-Sprecher bezeichnete die Kritik am Samstag als einseitig. Er verwies darauf, dass der Herzogenauracher Konzern 2013 trotz Problemen den höchsten Gewinn der Unternehmensgeschichte geschrieben habe und nun den Aktionären eine Dividendenerhöhung auf 1,50 Euro vorschlage.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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