Geldmaschine Oktoberfest
„Das ist der Wirte-Olymp“

Millionen von Besuchern strömen alljährlich auf das Münchener Oktoberfest - und lassen dort noch mehr Geld liegen. Davon profitieren findige Unternehmer. Denn inzwischen wird auch viel Geld abseits der Bierzelte gemacht.
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MünchenUm im Getümmel der Besuchermassen auf dem Oktoberfest seine Freunde zu treffen, ist das Handy ein schon fast unerlässliches Hilfsmittel. Allein im Netz der Deutschen Telekom wurden vergangenes Jahr am zweiten Wiesn-Samstag mehr als eine halbe Million Telefonate geführt und rund 300.000 SMS verschickt.

Die Journalistin Larissa Vassilian nutzt das aus und hat mit dem „Wiesn-Guide“ eine Oktoberfest-App auf den Markt gebracht. Das kleine, kostenpflichtige Programm fürs Mobiltelefon stellt unter anderem die großen Zelte und die wichtigsten Fahrgeschäfte vor, informiert über die Bierpreise, bietet historische Informationen und zeigt den Weg zum nächsten Taxistand. Zudem hilft ein Wörterbuch bei der richtigen bayerischen Aussprache.
So wie Vassilian versuchen Tausende Unternehmer, mit dem größten Volksfest der Welt Geld zu verdienen. Morgen startet das Oktoberfest in München und dauert bis zum 3. Oktober.

Rund 400 Millionen Euro werden die mehr als sechs Millionen Gäste auf dem Festgelände selbst ausgeben, in den Zelten, bei Achterbahnen und an den Bratwurstbuden. Etwa 600 Millionen lassen sie im Rest der Stadt - in Hotels, an Souvenirständen, aber auch auf den zahllosen Partys abseits der Theresienwiese.

Das Oktoberfest, es ist längst eine Geldmaschine. Zu den größten Profiteuren zählen traditionell die Wirte. Ihre Zelte sind praktisch immer voll, die Reservierungen sind begehrt. Hunderte Firmen nutzen die Wiesn, um Kunden einzuladen, oder die eigenen Beschäftigten zu verwöhnen. „Wir haben jedes Jahr einen Tisch für alle Mitarbeiter des Standorts Deutschland“, heißt es etwa beim Münchener Outdoorausrüster Salewa.

In München wird gerne kolportiert, dass ein Wiesnwirt eine Million Euro Gewinn jedes Jahr macht. Die Gastronomen weisen das weit von sich. Attraktiv aber ist es in jedem Fall, in die Riege der Festwirte aufzusteigen, viele bemühen sich ein Leben lang vergeblich darum. „Das ist der Wirte-Olymp“, sagt Wiesnwirt Florian Oberndorfer, „eine Steigerung gibt es nicht mehr.“

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„Das ist der Wirte-Olymp“

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Mindestverzehr in vielen Zelten

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