Geldspritze von BayernLB
Aero Lloyd hebt wieder ab

Nach einer Geldspritze kann die insolvente Ferienfluggesellschaft Aero Lloyd ihren Flugbetrieb in kleinem Umfang wieder aufnehmen, so Insolvenzverwalter Gerhard Walter. Die Bayerische Landesbank als Haupteigentümerin hat dafür fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

HB FRANKFURT. Damit könnten die ersten ein oder zwei Maschinen voraussichtlich am Wochenende wieder starten, sagte Rechtsanwalt Gerhard Walter am Mittwoch in Frankfurt nach einer Betriebsversammlung der Aero Lloyd- Beschäftigten. Aero Lloyd hatte am vergangenen Donnerstag Insolvenz angemeldet, nachdem die Bayerische Landesbank zunächst kein weiteres Geld mehr zur Verfügung gestellt hatte.

Das Geld der Landesbank bedeute, dass es zu keiner sofortigen Zerschlagung der Fluggesellschaft komme. „Es geht erst einmal weiter“, sagte Walter. Jetzt könne in Ruhe nach einem Investor gesucht werden. „Es gibt bereits mehrere hoch interessante Gespräche.“ Er sei selbst überrascht, wie viele ausländische und inländische Interessenten es gebe. Aus Branchenkreisen hieß es, der potenzielle Investor aus Deutschland stamme nicht aus der Airline- oder Touristikbranche. Allerdings gehe Walter davon aus, dass auch bei einer Fortsetzung des Aero-Lloyd-Dienstes mehr als 50 % der rund 1400 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz verlieren würden.

Der künftige Investor müsse im Gegensatz zur jetzt von der BayernLB bewilligten Finanzspritze in Höhe von wenigen Millionen Euro rund 40 bis 50 Mill. € aufbringen, um das Unternehmen am Leben zu erhalten. Dabei geht Walter aber davon aus, dass Aero Lloyd zunächst nur in wesentlich kleinerem Umfang als bisher fortgeführt werden könne und nannte eine Größenordnung von „sechs bis zwölf Flugzeugen“. Derzeit verfügt die Fluglinie über 21 Maschinen.

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