General Mills: Frühstücksflocke contra Genfood-Branche

General Mills
Frühstücksflocke contra Genfood-Branche

Ein amerikanischer Frühstücksklassiker ist ab sofort frei von genmodifizierten Zutaten. Das könnte in den USA einer Bewegung Aufschwung geben, die für eine Auszeichnung von Genfood kämpft. Doch der Widerstand ist groß.
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San FranciscoFuttern ohne schlechtes Gewissen: Der amerikanische Frühstücks-Klassiker Cheerios ist ab sofort offiziell frei von gen-manipulierten Nahrungsmitteln. Das teilte der Hersteller der kleinen Hafer-Ringe, General Mills, zu Jahresbeginn auf seiner Webseite mit. Es ist ein Etappensieg für die Befürworter einer Kennzeichnungspflicht für Genprodukte. Denn General Mills ist nicht irgendein lokaler Müsli-Hersteller.

Mit rund 18 Milliarden Dollar Umsatz gehört das Unternehmen aus Minnesota zu den größten Nahrungsmittel-Konzernen der Welt. Cheerios sind für sich genommen schon ein Milliardengeschäft – und General Mills hatte bis jetzt vor allem als glühender Verfechter von Genprodukten von sich Reden gemacht.

Neben den US-Töchtern von Bayer und BASF zog General Mills kürzlich gegen die „Proposition 37“ in Kalifornien zu Felde. Der Vorschlag sah vor, genmanipulierte Lebensmittel in dem Bundesstaat zu kennzeichnen. Der Vorschlag scheiterte im November – und jetzt setzt General Mills doch auf Genfreiheit?

In einem wachsweichen Blog-Eintrag auf der Firmenseite erklärt General Mills-Manager Tom Forsythe den Spagat, den sein Unternehmen gerade versucht. „Haben wir Cheerios geändert?“, fragt er rhetorisch und antwortet sich selbst: „Nein. Eigentlich nicht.“ Außerdem betont er ausdrücklich, es habe keinerlei Druck von irgendwelcher Seite, zum Beispiel Verbrauchern, gegeben. Und generell habe sich auch die Haltung zu genmanipulierten Nahrungsmitteln nicht geändert: General Mills ist ein glühender Befürworter. Forsythe erklärt die neue Frühstücksflocken-Politik so: „Wir glauben, dass es die Kunden begrüßen werden.“

Seite 1:

Frühstücksflocke contra Genfood-Branche

Seite 2:

93 Prozent des Soja-Getreides genetisch modifiziert

Kommentare zu " General Mills: Frühstücksflocke contra Genfood-Branche"

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  • @Riesener Es gibt anscheinend immer mehr Probleme in Südamerika, wo das Gensoja angebaut wird.

    ... "Bürgerinitiativen dokumentieren immer mehr Krebserkrankungen und Missgeburten in ihren Nachbarschaften – und machen die Gentechnik-Farmer verantwortlich, die massig Spritzmittel auf die nahe gelegenen Felder sprühen
    ...
    Von der EU wünschen sich Duarte Rojas und ihre Kollegen aus Bolivien und Argentinien vor allem eins: weniger Soja zu importieren. Und wenn überhaupt, dann keine gentechnisch veränderte. Denn die belaste durch den einhergehenden Herbizideinsatz die Gesundheit der Einwohner, das Trinkwasser und die biologische Vielfalt.
    ...
    Die Kosten für Umwelt- und Gesundheitsschäden tauchen aber nicht auf den Rechnungen europäischer Importeure oder gar der Verbraucher auf, die Fleisch oder Milchprodukte aus Sojafütterung kaufen. Sie tragen vielmehr die Menschen jenseits des Atlantiks."

    Siehe www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/28236.html‎ oder www.dw.de/argentinien-protestiert-gegen-krankmachende-pestizide/a-17...‎

  • @GodoC, RumpelstilzchenA

    "Viele dieser Stoffe gelangen auch über Umwege in die Nahrungskette, werden zum Beispiel an Kühe oder Schweine verfüttert" - das ist doch leider auch bei uns so (dank fehlender EU-Kennzeichnungspflicht) und die Verbraucher kaufen trotzdem fleissig weiter die gen-verseuchten Endprodukte (Fleisch, Fisch, Milchprodukte etc ohne Bio-Siegel)

  • @RumpelstilzchenA:
    "Der Mensch ist das dämlichste Raubtier, dass jemals entstanden ist."

    Sehr schön formuliert (außer der Rechschreibfehler). Es zeigt, wie menschenfeindlich Sie (und viele, viele Grüne) sind !

    Wie gesagt, Sie werden den Fortschritt ein Weilchen aufhalten können. Aber irgendwann werden sich die Menschen das nicht mehr bieten lassen und zu ihrem Wohle fortschreiten.

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