"Generation 55plus" und "U18" bieten größte Potenziale
In Fitness-Studios schwitzten 2003 nicht nur die Aktiven

Die Konsumflaute treibt auch den Studiobetreibern die Schweißperlen auf die Stirn. Umsatz und Mitgliederzahlen gingen erstmalig nach 20 Wachstumsjahren zurück. Punkten wollen die Fitness-Tempel jetzt mit dem Thema Gesundheit. Helfer in der Not sind die Krankenkassen.

HB DÜSSELDORF. Das Jahr 2003 brachte auch die bisher verwöhnte Fitness- und Wellness-Branche ins Schwitzen. Nach Angaben des Deutschen Sportstudioverbandes (DSSV) sank die Zahl der Mitglieder 2003 erstmalig um 13 Prozent auf rund 4,4 Millionen. Gleichzeitig gingen die Umsätze der Anlagenbetreiber um 14 Prozent zurück. 400 Studios meldeten zudem Insolvenz an.

Betroffen waren vor allem Frauenclubs sowie kleine und unprofessionell geführte Studios. Kurz vor der jährlichen Muskelschau des Sektors, der Fitnessmesse Fibo, die noch bis Sonntag in Essen läuft, zeigt sich die Branche jedoch betont optimistisch: „Die Talsohle ist durchschritten. Der Markt hat sich konsolidiert. 75 Prozent der verbliebenen Betreiber erwarten 2004 wieder positive Zahlen“, sagt Fibo-Direktorin Sandra Orth.

Gewinner der Krise sind die großen Ketten, in die inzwischen jeder fünfte Fitness Fan geht. Dies geht aus einer dem Handelsblatt vorliegenden Marktanalyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche hervor. Die Mitgliederkarteien der 15 ausgewählten Fitness-Ketten wuchsen auch in 2003 um 17 Prozent. Zudem bauten die Ketten ihr Filialnetz 2003 leicht um 14 Anlagen auf insgesamt 428 aus. Allerdings lagen die Zuwachsraten deutlich unter denen der Jahre zuvor. 2004 soll es wieder weiter aufwärts gehen. „Im ersten Quartal legten die Ketten um gute sechs Prozent bei den Mitgliedern zu“, berichtet Karsten Hollasch von Deloitte & Touche die jüngsten Zahlen. Branchenprimus war Ende März mit rund 195 000 Mitgliedern Fitness Company. Größtes Expansionstempo zeigte im ersten Quartal Injoy. Unter dem Label des Franchiseanbieters eröffneten sechs neue Filialen.

Wachsen will der Fitness Markt in 2004 besonders mit dem Thema Gesundheit. Die reine Muckibudi ist zwar schon seit längerem passe, doch setzten in den vergangenen Jahren hauptsächlich spezialisierte mittlere Betriebe und Ketten auf wellnessorientiere Dienstleistungen wie Saunen und Massagen sowie medizinische Anwendungen zur Prävention und Rehabilitierung. Deren Erfolg beflügelt jetzt die gesamte Branche. „Für das laufende Jahr planen 43 Prozent aller bundesdeutschen Studios Investitionen in Herz-Kreislauf-Geräte“, sagt Fibo-Chefin Orth.

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