Genussmittel: Starbucks will Kaffee statt Cafe

Genussmittel
Starbucks will Kaffee statt Cafe

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Los Angeles

Starbucks drängt von seinen Kaffee-Häusern in die Supermärkte. Es würden zwar weiter neue Cafes in schnell wachsenden Übersee-Märkten wie China eröffnet, sagte der Chef der weltgrößten Kaffeehaus-Kette, Howard Schultz, am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Der Konzern mit seinen inzwischen 17.000 Kaffee-Häusern weltweit setze aber verstärkt auf "Wachstum außerhalb der eigenen vier Wände". So sei auch denkbar, dass Starbucks-Marken wie Via Instant-Kaffee oder abgefüllter Frappuccino in Getränke-Automaten in Asien angeboten würden.

Die Marke Starbucks sei stark genug, um auch in diesem Geschäft erfolgreich zu sein, sagte Schultz auch mit Blick auf das 40-jährige Firmenjubiläum am Dienstag. Zwar verkaufe der Konzern bereits abgepackten Kaffee oder abgefüllte Getränke in Großbritannien und Japan. Allerdings solle dies künftig auch in Ländern geschehen, in denen Starbucks noch nicht so viele Cafes betreibe - etwa in Russland. "Wir haben weniger als 100 Filialen in Russland, aber der Erfolg dort lässt darauf schließen, dass wir das Modell ausprobieren können", sagte Schultz. Bislang erwirtschaftet die Kaffeehaus-Kette, die in Deutschland 140 Filialen in mehr als 40 Städten betreibt, den größten Teil ihres Umsatzes in den USA. Nach einer Restrukturierung und Schließung von Hunderten Filialen ist das Wachstumspotential mit neuen Cafes auf dem Heimatmarkt jedoch begrenzt.

Steigende Kosten für Rohkaffee hatten Starbucks zuletzt pessimistisch gestimmt. Die höheren Ausgaben dürften den Gewinn je Aktie um rund 20 Cent drücken, befürchtete das Unternehmen aus Seattle damals. Die steigenden Preise für Kaffee, Milch, Fleisch und Brot machen derzeit Restaurants zu schaffen. Der Rivale McDonald's hat auf den Druck durch die gestiegenen Rohstoffkosten bereits reagiert und seine Preise leicht angehoben.

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