Geplante Fusion
Kartellamt reichen Zugeständnisse für Tüv-Fusion nicht

Das Bundeskartellamt steht einer Fusion der technischen Prüfunternehmen Tüv Süd und Tüv Rheinland bislang ablehnend gegenüber. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen hat die Bonner Behörde am Mittwoch in einer vorläufigen Einschätzung Nachbesserungen an dem bisherigen Fusionskonzept verlangt.

HB BONN/FRANKFURT/MÜNCHEN. Die beteiligten Unternehmen lehnten eine offizielle Stellungnahme ab. Mit der Fusion würde ein Unternehmen mit einem Umsatz von rund 2,2 Mrd. Euro und 25 000 Beschäftigten entstehen, das nur noch von der börsennotierten Schweizer Gesellschaft SGS übertroffen würde.

Der Tüv Süd hat bestätigt, er habe angeboten, seine 55-Prozent-Beteiligung am vergleichsweise kleinen Tüv Hessen abzugeben, um den Weg für die Fusion zum weltweit zweitgrößten Prüfkonzern freizumachen.

Das Angebot der Tüv-Hessen-Anteile sei von den Wettbewerbshütern als unzureichend zurückgewiesen worden, hieß es am Mittwoch. Ob es weiterhin aufrechterhalten oder durch weitere Zugeständnisse ergänzt werden soll, stünde noch nicht fest. Den detaillierten Zwischenbescheid des Kartellamtes schätze man als normalen Schritt zur Genehmigung ein. Die Unternehmen seien zu weiteren Zusagen bereit und hielten an ihren Plänen fest, sagten am Mittwoch zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen.Die beiden Tüv-Unternehmen wollten dies nicht kommentieren.

Eine förmliche Entscheidung soll nach Angaben des Bundeskartellamtes am 29. August fallen. Zu vorläufigen Einschätzungen wollte sich die Behörde am Mittwoch nicht äußern.

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