Geplante Übernahmen
MLP erneut auf Einkaufstour

Die Kassen des Finanzdienstleisters MLP sind prall gefüllt. Jetzt ist das Unternehmen auf der Suche nach neuen Zukaufsmöglichkeiten. Sollten die Übernahmepläne scheitern, dürften sich zumindest die MLP-Aktionäre freuen.
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MannheimDer Finanz- und Versicherungsmakler MLP will sein dickes Liquiditätspolster für Zukäufe nutzen. Mit den liquiden Mitteln in Höhe von 150 Millionen Euro könne MLP Übernahmen im Vermögensmanagement tätigen, sagte Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg am Freitag auf der Hauptversammlung in Mannheim. „Wir können uns den Zukauf kleinerer Einheiten vorstellen“, sagte der MLP-Chef. „Entscheidungen erwarten wir in den kommenden Monaten.“ Sollten sich keine Zukaufsmöglichkeiten ergeben oder nach einem Zukauf noch weitere Mittel in der Kasse sein, erwäge MLP die Ausschüttung einer Sonderdividende.

MLP ist seit mehreren Jahren auf der Suche nach Akquisitionszielen, ist aber im angestammten Makler-Geschäft für Privatkunden nicht fündig geworden. Bereits vor fünf Jahren stieg MLP zum Ausbau seines Geschäfts bei dem Vermögensberater und Ratinghaus Feri ein, seit April dieses Jahres gehört das Bad Homburger Unternehmen ganz zu MLP. 17 Prozent der Provisionserlöse stammen mittlerweile aus dem Vermögensmanagement, das betreute Vermögen beläuft sich auf fast 20 Milliarden Euro.

„Wir sehen weiteres Potenzial“, sagte Schroeder-Wildberg. „Wir werden die zweiten Säule unseres Beratungshauses, also das Geschäft mit institutionellen Investoren und Unternehmen, in den kommenden Jahren konsequent ausbauen“, stellte der MLP-Chef in Aussicht. MLP vermittelt seinen 778.000 Privatkunden Versicherungspolicen und Finanzdienstleistungen, für 4000 Firmen wickelt der Makler zudem betriebliche Altersvorsorge ab. Zu den institutionellen Investoren der Tochter Feri zählen derzeit rund 200 Stiftungen, Kirchen und Pensionsfonds.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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