Geplanter Flughafenausbau
Fraport muss weitere Gutachten liefern

Für den geplanten Ausbau des Frankfurter Flughafens sind weitere Gutachten notwendig. Das zuständige Regierungspräsidium sieht noch Aufklärungsbedarf, ein zweiter Erörterungstermin ist nun denkbar.

HB DARMSTADT. Vor einer möglichen Genehmigung für den Ausbau des Frankfurter Rhein-Main-Flughafens muss der Flughafenkonzern Fraport voraussichtlich neue Konzepte und Gutachten vorlegen. Wie der Darmstädter Regierungspräsident Gerold Dieke zum Abschluss des öffentlichen Erörterungsverfahrens am Montag erklärte, gibt es nach einer vorläufigen Bewertung noch Aufklärungsbedarf bei der Luftverkehrsentwicklung, beim Risiko von Flugzeugabstürzen sowie beim Naturschutz.

Vertreter von Regierungspräsidium und hessischem Wirtschaftsministerium zeigten sich dennoch zuversichtlich, dass im kommenden Jahr über das Projekt abschließend entschieden wird. Das Genehmigungsverfahren liege im Zeitplan. „Da ist noch eine ganze Menge aufzuklären und zu bewerten“, sagte der Leiter des Erörterungstermins, der ehemalige Bundesverwaltungsrichter Günter Gaentzsch. Aus seiner Sicht könne derzeit noch nicht vorher gesagt werden, ob das Projekt Flughafenausbau gelinge oder scheitere.

Die Entscheidung, welche Gutachten Fraport noch vorlegen muss, liegt nun beim hessischen Wirtschaftsministerium. Dieke sagte, schon während des Erörterungstermins sei deutlich geworden, dass die von Fraport vorgelegte Luftverkehrsprognose überarbeitet werden müsse. Der Prognosezeitraum bis 2015 gilt aus heutiger Sicht nicht mehr als ausreichend, da die neue Landebahn frühestens 2009 fertig gestellt werden wird.

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Auch zweifelte das Regierungspräsidium die von Fraport vorgelegte Berechnung der Schadstoffbelastung durch den zusätzlichen Autoverkehr an. Ein neues Gutachten werde voraussichtlich zum Risiko von Flugzeugabstürzen durch Vogelschlag notwendig. Weiteren Aufklärungsbedarf sieht die Behörde zudem beim Thema Arbeitssicherheit auf dem Gelände einer Chemiefabrik der Ticona AG sowie eines Shell-Tanklagers, die sich beide in der Einflugschneise der geplanten Landebahn befinden.

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