Gericht hebt Kartellamtsentscheidung auf
Staatliche Lotto-Anbieter bekommen Gnadenfrist

Die staatlichen Lottoanbieter müssen sich nach eigenen Angaben nicht sofort für mehr Wettbewerb öffnen. Mit dieser Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf dürfen gewerbliche Spielvermittler vorerst noch keine beliebigen Spieleinsätze annehmen.

HB DÜSSELDORF. Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf habe die sofortige Umsetzung der Kartellamtsentscheidungen gegen die staatlichen Lottobetreiber aufgehoben, teilte der Deutsche Lotto- und Totoblock (DTLB) am Freitag mit.

Die Anordnungen des Bundeskartellamtes für eine stärkere Marktöffnung für private Lottovermittler seien zunächst bis zum 1. November ausgesetzt worden, erklärte der DTLB. In der Hauptsache hat das Gericht noch keine Entscheidung getroffen.

Das Bundeskartellamt hatte den staatlichen Lottogesellschaften Ende August untersagt, den Markt weiter unter sich aufzuteilen. Die Kartellwächter forderten die Staatsbetriebe auf, private Lottofirmen wie Faber, Tipp24, Jaxx oder Fluxx ab sofort nicht mehr bei der Vermittlung und beim Weiterverkauf staatlicher Lottoprodukte zu behindern. Mit dem OLG-Entscheid dürften die Lottogesellschaften ihr bisheriges Vertriebskonzept vorerst fortsetzen, teilte der Lottoblock mit. „Wir sind froh, dass das Dilemma, in dem wir uns befinden, erkannt und die derzeitige Rechtsunsicherheit zunächst beseitigt wurde“, erklärte Horst Mentrup, Geschäftsführer von Lotto Brandenburg und führender Vertreter des Lottoblocks.

Die Fluxx-Aktie lag am Vormittag sechs Prozent im Minus auf 4,23 Euro.

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