Gerichtsverfahren
Budweiser droht Importverbot in Deutschland

Der tschechischen Brauerei Budweiser Budvar droht eine umfangreiche Behinderung ihres Exports nach Deutschland. Vier deutsche Getränkefachgroßhändler, die mit der Brauerei im Streit um die Importrechte liegen, wollen den Vertrieb durch die Brauerei gerichtlich unterbinden lassen.

HB DÜSSELDORF. Für Ende Oktober sei noch ein Vergleichstermin mit Budweiser-Chef Jiri Bocek angesetzt. „Wir sind aber vergleichsbereit“, sagte Manfred Kroll, Justitiar der Berliner A. Kamphenkel GmbH & Co Vertriebs KG, als Sprecher der betroffenen Unternehmen dem Handelsblatt.

Die Altimporteure begründen ihr Vorgehen mit einer kürzlich getroffenen Entscheidung eines Prager Schiedsgerichts, das die teilweise seit über 30 Jahren bestehenden Importverträge weiterhin für wirksam erklärt hatte. Die Brauerei hatte die Importverträge im Oktober 2003 einseitig gekündigt und den Vertrieb in Deutschland ihrem Tochterunternehmen Budweiser Budvar Importgesellschaft mbH (BBI) in Erfurt übertragen. Seitdem streiten sich die einstigen Geschäftspartner vor deutschen und tschechischen Gerichten mit wechselseitigem Erfolg.

Vor allem beklagen die Altimporteure die weitere Lieferung in ihre einst exklusiven Vertriebsgebiete durch andere Getränkefachgroßhändler, die von der Brauerei mit Ware versorgt werden. Gegen diese Konkurrenten wollen die Altimporteure – ebenso wie bisher gegen die BBI – mit einstweiligen Verfügungen vorgehen. Budweiser bestätigte auf Anfrage den Gesprächstermin Ende Oktober, äußerte sich aber zu den Vorgängen nicht.

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