Germania-Eigner Bischoff schließt Kapitalbeteiligung nicht aus: DBA schluckt Billigflieger Gexx und wartet auf finanzkräftige Hilfe

Germania-Eigner Bischoff schließt Kapitalbeteiligung nicht aus
DBA schluckt Billigflieger Gexx und wartet auf finanzkräftige Hilfe

Die Fluggesellschaft DBA (früher Deutsche BA) übernimmt zum 28. März das komplette Streckennetz des Konkurrenten Germania Express (Gexx). Die zwölf Gexx-Flugzeuge vom Typ Fokker 100 werden von der DBA samt Besatzung und Technikern geleast und umlackiert. Damit wird die DBA mit insgesamt 27 Maschinen die drittgrößte deutsche Fluglinie nach Lufthansa und Air Berlin.

HB MÜNCHEN. DBA-Mehrheitseigner Hans Rudolf Wöhrl sagte, damit solle dem Wettbewerb eine starke Gruppe entgegengestellt werden. „Es entsteht eine neue Marktmacht“, sagte Germania-Eigner Hinrich Bischoff. Der Berliner Selfmade-Unternehmer, der eine Flotte von 46 Flugzeugen unterhält und weitgehend an Airlines verleast, zieht damit seinen Billig-Ableger Gexx aus dem hart umkämpften Flugmarkt zurück. Mit dem Ende von Gexx sehen Branchenexperten eine leichte Entspannung des Preiskampfs im innerdeutschen Wettbewerb.

Beide Firmeneigner stellten eine wechselseitige Kapitalverflechtung in Aussicht: „Wir denken intensiv darüber nach, ob aus der Verlobung eine Hochzeit wird“, sagte Wöhrl. Zunächst soll sich aber erst einmal der Erfolg der größeren DBA beweisen. Durch die Übernahme der Strecken will das Unternehmen im Geschäftsjahr 2005/06 (31. März) mehr als vier Millionen Fluggäste befördern, gut eine Million mehr als bislang. Die Routen von Gexx und DBA ergänzen sich. Die DBA fliegt bisher vor allem innerhalb Deutschlands. Durch Gexx kommen internationale Ziele wie Athen, Rom, Stockholm oder Moskau hinzu.

Wöhrl kündigte den weiteren Ausbau der Airline an. Aufgeschoben wird derzeit die Entscheidung über die Anschaffung von 25 neuen Flugzeugen, die entweder Boeing oder Airbus liefern soll. Durch die Verbindung mit Bischoff habe man da etwas Luft. Wöhrl hatte die DBA vor knapp zwei Jahren von British Airways übernommen und vor der Schließung bewahrt. Für das im März zu Ende gehende Geschäftsjahr wird erstmals ein Gewinn zwischen 0,5 und 2 Mill. Euro erwartet.

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