Germania Express am Start
Luftraum für Billigflieger wird enger

Der Luftraum für Billig-Fluglinien wird immer enger: Mit ihrer neuen Tochter Germania Express (Gexx) steigt nun auch die Fluggesellschaft Germania ins Geschäft mit preiswerten Flügen ein.

HB/dpa BERLIN. Vom Flughafen Berlin-Tegel will Gexx vom 1. Juni an zunächst elf Ziele in Deutschland und Europa anfliegen. Im Laufe des Jahres werde die Billig-Linie dann auch in München und Hamburg mit mehreren Maschinen an den Start gehen, sagte Geschäftsführer Jürgen Branse am Mittwoch. Dabei zielt Gexx vor allem auf Geschäftsreisende.

Im Unterschied zu anderen Billig-Fliegern lockt die Germania- Tochter nicht mit Schnäppchen-Preisen für Frühbucher, sondern bietet alle Plätze stets zum gleichen Preis an. Auf Inlandsverbindungen nach München, Frankfurt und Stuttgart kostet die einfache Strecke bei Buchung im Internet 77 €, inklusive Steuern und Gebühren. Auf Auslandsstrecken ist der teuerste Flug nach Istanbul für 99 € zu haben. Bei Buchungen per Telefon oder im Reisebüro kommen fünf Euro pro Strecke hinzu.

Die Gesellschaft fliegt mit Maschinen vom Typ Fokker 100, die sie billig aus der Konkursmasse der US-Fluggesellschaft US Air erworben hat. Das Flugzeug bietet Platz für 100 Passagiere. Zunächst geht Gexx mit fünf Maschinen an den Start. Im Lauf des Jahres soll die Flotte auf 17 Maschinen erweitert werden. Im ersten Rumpf-Geschäftsjahr strebe Gexx mit 500 000 verkauften Flügen einen Umsatz von 40 Mill. € an, sagte Branse. 2004 soll der Umsatz auf 200 Mill. € steigen.

Zu den Gewinnerwartungen machte Germania-Besitzer Heinrich Bischoff keine Angaben. Auch auf Fragen zum Umsatz des vergangenen Jahres verweigerte er jede Auskunft. Ursprünglich hatte Germania einen Umsatz von 200 Mill. € angestrebt. Die Airline verfügt nach eigenen Angaben derzeit über 39 Flugzeuge, von denen mehrere an andere Gesellschaften verleast sind. Dabei arbeitet Germania auch mit dem Billigflug-Konkurrenten Hapag Lloyd Express zusammen.

Auf dem deutschen Markt ist Gexx der sechste Anbieter, der mit Billigpreisen wirbt. Zur Konkurrenz gehören auch Germanwings, Air Berlin, die DBA sowie Ryanair. Die ersten Billigflieger haben sich aus dem Markt schon wieder verabschiedet. Erwartet wird, dass in den nächsten Jahren noch mehrere andere Fluglinien aufgeben werden.

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