Germanwings-Chef Winkelmann: „Wir müssen den Abstand halten“

Germanwings-Chef Winkelmann
„Wir müssen den Abstand halten“

Rund 60 Flugzeuge inklusive Piloten und Crew sollen von der Lufthansa zur Billigtochter-Germanwings wechseln. Im Handelsblatt-Interview verrät Germanwings-Chef Winkelmann, wie er die Kosten trotzdem im Griff halten will.
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FrankfurtDie Billigfluggesellschaft Germanwings will auch nach der Übernahme großer Teile des Europaverkehrs von Lufthansa den Kostenvorteil von 20 Prozent gegenüber dem Mutterkonzern halten. „Wir müssen den Abstand halten, weil die Mehrzahl unserer Wettbewerber nicht in Deutschland sitzen und deshalb niedrigere Kosten haben, etwa bei den Lohnnebenkosten“, sagte Germanwings-Chef Thomas Winkelmann dem Handelsblatt. Germanwings wird in diesem und im kommenden Jahr den seit Jahren defizitären Europaverkehr von Lufthansa jenseits der beiden Drehkreuze Frankfurt und München übernehmen.  Bis  2015 will Lufthansa in diesem Bereich schwarze Zahlen erreichen.

Mit dem Übergang werden auch rund 60 Flugzeuge inklusive Piloten und Crews von Lufthansa zur Billig-Tochter wechseln.  Dennoch fürchtet Winkelmann nicht, dass damit die Kosten auf Seiten von Germanwings steigen werden. Man werde an anderer Stelle sparen.   „Es gibt Kostenbereiche, bei denen der Kunde nicht merkt, wie man diese gestaltet. Das gilt etwa für die IT, den Vertrieb oder das simple Verladen von Koffern“, sagte Winkelmann.

Der Germanwings-Chef räumte gleichzeitig Probleme bei der Umstellung auf die neuen Tarife gerade für Geschäftskunden ein: „ Das ist ein Thema, an dem wir arbeiten. Wir sind in einer Übergangsphase. Wir müssen die Informationstechnik umstellen, das ist eine komplexe Angelegenheit. Ab Juli sind die neuen Tarife buchbar.“ Man nehme die Klagen der Vielflieger sehr ernst. „Wir sind wie ein Hotel mitten in der Renovierungsphase. Ich weiß, das Hotel wird richtig schön. Aber ich weiß auch, dass es in der Übergangsphase mal rumpeln kann“, sagte Winkelmann weiter.  

Das komplette Interview finden Sie im Handelsblatt (Mittwochsausgabe) oder in unserer iPad-App Handelsblatt Live.

Kommentare zu "„Wir müssen den Abstand halten“"

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  • SO HAT AUCH MERCEDES seine SEELE VERKAUFT und ist NUN NICHTS BESONDERES IN KONKURRENZ und kann NUR NOCH IM PREISWETTBEWERB BESTEHEN und NICHT DURCH ANSEHEN und WISSEN, IST WAS BESONDERES . JEDER WEISS , DAS NUN CHINESEN UNTERGESCHOBEN BEKOMMEN KANN und NICHT DEUTSCHE QUALITÄT MIT SICHERHEIT DEUTSCH .

  • Die Lufthansa und Herr Franz setzen Ihren Kampf gegen die eigenen Kunden und vor allem die besten Kunden also weiter fort. Mir ist kein Unternehmen bekannt, dass jemals einen solchen Kampf gewonnen hat. Vielleicht hat die Lufthansa aber doch eine Chance zu überleben - als Billigtochter von Turkish oder Zubringer von Emirtaes.Bye, bye Lufthansa.

  • FÜR diesen DUMMEN BEITRAG WÜRDE NICHTS ZAHLEN !! LUFTHANSA IST ZU DÄMLICH AUF ihren NAMEN ZU ACHTEN , den FLIEGER , MIT WÜRDE , WAS WERT IST . BILLIG UND IMMER BILLIGER WOLLEN NUR . . .

  • Wann wird dieser arrogante Verein Lufthansa endlich auf Vordermann gebracht?
    Leiharbeiter und vor allem die Kunden fühlen sich schon lange nicht mehr wohl in diesem vor arroganz strotzenden Haufen. Wer nicht ganz schnell aufwacht bekommt die nächste rechnung- in 10 Jahren wird Lh auch and3ers heissen oder nicht mehr existieren.
    Die Mitarbeiter verdienen zu viel und leisten dafür nicht mehr als andere gesellschaften, das kann angesichts zunehmnder Konkurrenz nicht dauerhaft funktionieren. Die Gewerkschaften haben weiter unangemessene Lohnehöhungen für das Kabinenpersonal durchsetzen können obwohl hier weit über dem Durchschnitt verdient wird.
    Der Markt wird das nicht honorieren. in 10 jahren heist man Germanwings oder ist vom Markt verschwunden.

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