Gerry Weber Kostensenkungen halten Modekonzern auf Kurs

Trotz Umsatzeinbußen konnte der angeschlagene Modekonzern Gerry Weber im abgelaufenen Quartal seinen Gewinn halten. Das operative Ergebnis stieg auf 15,6 Millionen Euro. Firmenchef Ralf Weber bekräftigt seine Prognose.
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Im ersten Quartal schrumpften die Erlöse des Unternehmens um 2,1 Prozent auf 209,2 Millionen Euro. Quelle: dpa
Gerry Weber

Im ersten Quartal schrumpften die Erlöse des Unternehmens um 2,1 Prozent auf 209,2 Millionen Euro.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer angeschlagene Damenmodekonzern Gerry Weber hat zum Jahresauftakt trotz Umsatzeinbußen seinen Gewinn gehalten. Vorstandschef Ralf Weber schrieb das den Restrukturierungen zu. Die bereits realisierten Kostensenkungen zeigten im ersten Quartal erste positive Effekte, teilte Weber am Donnerstag mit. „Jetzt gilt es, die Neuausrichtung weiter mit voller Kraft umzusetzen, um nach der Phase der Stabilisierung wieder nachhaltig wachsen zu können.“ Der Sohn von Firmengründer Gerhard Weber bekräftigte seine Prognose für das seit November laufende Bilanzjahr 2016/17.

Im ersten Quartal schrumpften die Erlöse um 2,1 Prozent auf 209,2 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) erreichte 15,6 (Vorjahr: 14,5) Millionen Euro, der Überschuss verharrte bei 1,2 Millionen. Im Gesamtjahr rechnet Weber mit einem Rückgang des Konzernumsatzes um zwei bis vier Prozent nach rund 900 Millionen Euro in 2015/16. Das Ebitda soll 60 bis 70 (77,3) Millionen Euro erreichen. Darin enthalten sind Abschreibungen in Höhe von rund 50 Millionen Euro.

Kleider machen Milliardäre
Platz 10: Burberry
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Der Hoflieferant von Queen Elizabeth und Prince Charles gehört zu den luxuriösesten Modelabels der Welt – und zu den teuersten. Gegründet wurde das Unternehmen 1856. Seit 1920 ist Burberry an der Londoner Börse notiert, die Marke ist Mitglied im FTSE 100 Index.

Umsatz 2015: 3,4 Milliarden Euro*

*Geschäftsjahr 2014/15

Quelle: Umsatzrangliste europäischer Bekleidungsmarken nach der Zeitschrift „TextilWirtschaft“, dfv-Mediengruppe

Platz 9: Prada Group
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Die bekannteste Marke der Prada Group ist heute noch Prada, allerdings sind Marke und Unternehmen nicht mehr synonym: Weitere Marken der Prada Group sind Miu Miu, Church’s und The Original Car Shoe. Das Unternehmen Prada wurde 1913 von Mario und Martino Prada gegründet, 1919 stieg der exklusive Hersteller von Handschuhen, Taschen und Koffern zum königlichen Hoflieferanten auf. 1978 übernahm Miuccia Prada, Enkelin von Firmengründer Mario, die Geschäfte und baute die Prada Group zu einem global agierenden Modekonzern aus. Prada eröffnete erst im Jahr 1983 ein zweites Ladenlokal, wie das erste in Mailand liegend.

Umsatz 2015: 3,5 Milliarden Euro

Platz 8: Next
3 von 10

Der britische Modehändler Next, 1982 gegründet, besitzt mittlerweile nach eigenen Angaben über 500 Geschäfte im Vereinigten Königreich und Irland, sowie „nahezu“ 200 Franchise-Stores in 40 Ländern. Er ist mittlerweile zum führenden Online-Modehändler Großbritanniens aufgestiegen und liefert seine Kollektionen in über 72 Länder. Next setzt auf eigene Designs und vertreibt ausschließlich die eigene, gleichnamige Modemarke.

Umsatz 2015: 5,6 Milliarden Euro

Platz 7: C&A
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Im Jahr 1841 gründeten die Brüder Clemens und August Brenninkmeijer das Unternehmen 'C. en A.' und eröffneten ein Geschäft, das als eines der ersten Kleidung in Konfektionsgrößen verkaufte. Bis heute befindet sich das Unternehmen in mittlerweile sechster Generation in Besitz der Familie Brenninkmeijer. C&A ist mit 1575 Filialen in 21 europäischen Ländern vertreten und beschäftigt rund 35.000 Mitarbeiter.

Umsatz 2015: 6 Milliarden Euro

Platz 6: Primark
5 von 10

Die erste deutsche Filiale des 1969 gegründeten Textil-Discounters wurde 2009 in Bremen eröffnet, mit mittlerweile 20 Läden ist die Bundesrepublik das Land mit den drittmeisten Primark-Filialen außerhalb des Vereinigten Königreichs. Strategie des irischen Unternehmens ist es, auf in der Regel mehreren tausend Quadratmetern Verkaufsfläche modische Textilien, Schuhe und Accessoires zu extrem niedrigen Preisen anzubieten – damit ist der Konzern anders als andere Textil-Discounter vor allem bei jungen Menschen erfolgreich. Wegen Arbeits-, Lohn- und Produktionsbedingungen in Billiglohnländern steht das Unternehmen immer wieder in der Kritik.

Umsatz 2015: 7,6 Milliarden Euro

Platz 5: Kering
6 von 10

Das französisch-italienische Modeunternehmen Kering wurde 1963 von dem französischen Unternehmer François Pinault gegründet und bis 2005 von diesem geführt. Seit dem 21. März 2005 wird der Konzern von Pinaults Sohn, François-Henri Pinault (im Bild), geleitet. Der Name Kering dürften nur den Wenigsten bekannt sein. Doch mit Labels wie Puma oder Gucci erreicht der Konzern ansehnliche Umsätze.

Umsatz 2015: 11,5 Milliarden Euro

Platz 4: Christian Dior
7 von 10

Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 gegründet, trug Christian Dior maßgeblich dazu bei, dass sich Paris als Modehauptstadt der Welt etablieren konnte. Insgesamt beschäftigt das Unternehmenskonglomerat über 100.000 Mitarbeiter. Für die Modesparte von Dior arbeiten knapp 3600 Menschen.

Umsatz 2015: 12,3 Milliarden Euro

Der westfälische Modekonzern bekommt wie auch seine Wettbewerber das veränderte Kaufverhalten der Kundinnen zu spüren. Statt die Kleidung in den Geschäften zu kaufen, bestellen sie die Waren lieber über das Internet. Weber steuert mit Ladenschließungen und Stellenabbau dagegen und hofft ab dem kommenden Jahr wieder auf profitables Wachstum.

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