Geschäft brummt
Hermes Versand wagt sich nach Österreich

Im vergangenen Jahr lief es für die Hermes-Logistik-Gruppe prächtig. Immer mehr Deutsche verschicken ihre Waren mit der Tochter des Versandhauses Otto. Den Erfolg will das Unternehmen nun in Österreich wiederholen.

HB HAMBURG. Der Startschuss für die Zustellung von Paketen in dem Nachbarland solle Anfang Juli fallen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Hamburg an. Bis zum Jahresende sollen 5 Verteilzentren, 35 Niederlassungen und rund 1 000 Paketshops entstehen. Ziel sei, 2008 mindestens 20 Prozent der Sendungen von Unternehmen an Privatpersonen sowie im Privatkundengeschäft zuzustellen, kündigte Hermes-Chef Hanjo Schneider an. Mit über 90 Prozent Marktanteil ist die Österreichische Post bisher unangefochtener Marktführer bei der Paketzustellung im Nachbarland.

Hermes hatte im vergangenen Jahr angekündigt, den Einstieg in Ländern wie Italien, Spanien und Österreich zu prüfen. Der Versender hat sich dafür mit der niederländischen Post TNT verbündet. In Deutschland ist Hermes einer der schärfsten Konkurrenten des Marktführers Deutsche Post. Spätestens seit der Kooperation mit dem Online-Versandhaus Ebay hat Hermes auch ein starkes Standbein im Privatkundenmarkt. Statt eigene Filialen aufzubauen, nutzt Hermes zumeist Kioske als Annahmestationen für die Pakete.

In dem Ende Februar abgeschlossenen Geschäftsjahr steigerte die Otto-Tochter ihren Umsatz um 12 Prozent und knackte damit die Marke von 1 Mrd. Euro. Gleichzeitig wuchs die Gesamtzahl der Sendungen um gut 10 Prozent auf 235 Millionen. Damit habe Hermes den Marktanteil bei Zustellungen von Unternehmen an Privatpersonen um 2 Prozentpunkte auf 37 Prozent ausgeweitet. Besonders groß seien die Zuwächse im Privatkundengeschäft gewesen. „Mit einem Mengenzuwachs von 79 Prozent auf 23,6 Mill. Sendungen haben wir den Abstand zum derzeitigen Marktführer deutlich verringert“, sagte Hermes-Chef Schneider.

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