Geschäft mit der Mutter
Postbank zahlt fast 1,2 Millionen Euro pro Filiale

Die 850 Filialen, die die Postbank von ihrer Mutter Deutsche Post übernimmt, kosten das Unternehmen 986 Millionen Euro. Doch es fließen auch Millionen zurück – Jahr für Jahr.

HB BONN. Bislang ist die Postbank Untermieter in den Filialen des Mutterkonzerns Post. In den geschäftstüchtigsten Niederlassungen wird sich das Verhältnis zum Jahresende umdrehen. Das hatten Post und Postbank Anfang Oktober bekannt gegeben. Zusätzlich zu den Filialen wird die Postbank die Belegschaft der Filialen übernehmen, insgesamt 9600 Mitarbeiter.

Trotz des auf den ersten Blicks teuren Kaufpreises rechnet sich das Geschäft für die Postbank, zumindest nach eigenen Angaben: In den Filialen wird weiterhin das volle Spektrum an Postdienstleistungen vertrieben. Dafür zahlt die Post der Postbank ab kommendem Jahr voraussichtlich rund 470 Mill. Euro im Jahr. Parallel dazu spart die Postbank jenes Geld, das sie bisher für die Nutzung der Filialen an die Post überwiesen hatte. Das sind jährlich 350 Mill. Euro. Dagegen stehen Betriebskosten der übernommenen Filialen in Höhe von 750 Mill. Euro im Jahr. Unterm Strich werde die Postbank jährlich vor Steuern um 150 Mill. Euro besser dastehen, teilte das Institut mit.

Die restlichen 8100 Filialen der Deutschen Post, in denen auch weiterhin Postbank-Produkte vertrieben werden, sind nicht betroffen. Die Postbank zahlt der Post für deren Dienste nach bisherigen Planungen im kommenden Jahr knapp 150 Mill. Euro.

Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann erhofft sich von der Übernahme der Regie in den 850 Filialen einen enormen Wachstumsschub. Der Vertriebsfokus wechselt vom Briefgeschäft der Post hin zu Finanzdienstleistungen der Bankentochter.

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