Geschäftsziele für 2004 bekräftigt
Metro hat ein klares Ziel vor Augen

Ungeachtet des weiterhin trüben Konsumklimas in Deutschland bekräftigt Metro-Chef Körber erneut die Ziele für das laufende Jahr. Binnen Jahresfrist will das Unternehmen außerdem zum drittgößten Handelskonzern der Welt aufsteigen.

HB DÜSSELDORF. Konzernchef Hans-Joachim Körber sagte bei der Hauptversammlung am Freitag in Düsseldorf, die Gruppe halte an ihrem Ziel fest, den Konzernumsatz wechselkursbereinigt um mindestens sechs Prozent und das Ergebnis je Aktie vor planmäßigen Firmenwertabschreibungen um sechs bis zehn Prozent zu steigern. Dies entspreche einem Ergebniszuwachs je Aktie um neun bis 15 % nach planmäßigen Firmenwertabschreibungen, sagte Körber. Auch den Economic Value Added (Unternehmenswert) werde Metro weiter steigern.

„Wir haben ein klares Ziel vor Augen. Wir wollen binnen Jahresfrist unseren Platz unter den weltweit führenden Handelsunternehmen nochmals verbessern“, sagte Körber weiter. Metro ist derzeit gemessen am Umsatz bereits viertgrößter Handelskonzern der Welt unter anderem hinter hinter dem US-Konzern Wal-Mart und der französischen Carrefour.

Das im Aktionärskreis kritisierterte Vorgehen bei der Trennung von Randaktivitäten hat der Metro-Konzern noch einmal gerechtfertigt. Körber sagte, der Verkauf der Beteiligungsgesellschaft Divaco sei von den Kapitalmärkten sehr positiv aufgenommen worden. Außerdem habe dieser Schritt dazu beigetragen, die Transparenz der Metro zu erhöhen, und man habe "Ressourcen für die Gestaltung der wirtschaftlichen Zukunft des Unternehmens freigesetzt".

In der Vergangenheit habe die Beteiligung an der Divaco die Wahrnehmung der "guten operativen Entwicklung" des Konzerns vor allem auf den internationalen Kapitalmärkten beeinträchtigt. Da angesichts ungünstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen nicht alle in der Divaco geparkten Gesellschaften zu akzeptablen Bedingungen hätten verkauft werden können, habe man sich 2003 entschlossen, das Rest-Engagement unter Inkaufnahme einer Ergebnisbelastung abzugeben. Allerdings sei es in den Jahren zuvor durchaus gelungen, Aktivitäten in größerem Umfang erfolgreich zu veräußern, betonte Körber.

Die Ausgliederung der nicht mehr zum Kerngeschäft der Metro zählenden Gesellschaften im Jahre 1998 wird seit längerem von dem früheren Konzern-Chefjustitiar Hannjörg Hereth heftig kritisiert. Zur diesjährigen Hauptversammlung legte er deswegen drei Gegenanträge vor. Hereth rief dazu auf, Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern und die Wirtschaftsprüfer der Metro abzuwählen.

Der Jurist bemängelt, dass die ausgegliederten Beteiligungen nicht mehr in der Konzernbilanz konsolidiert wurden. Nach seinen Berechnungen musste die Metro insgesamt 3,8 Mrd. Euro in die Dicavo stecken. Der Konzern weist diese Darstellung zurück. Die Divaco wurde schließlich zum symbolischen Preis von einem Euro an das Management abgegeben. Die sich aus dem Engagement ergebende Ergebnisbelastung bezifferte Körber für das vergangene Geschäftsjahr auf rund 160 Mill. Euro nach Steuern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%