Gesellschaft fürchtet auf anderen Flughäfen Kapazitätsengpässe
Airline Germania will Tempelhof betreiben

Die Fluggesellschaft Germania will den von der Schließung bedrohten Berliner Flughafen Tempelhof übernehmen. Beim Berliner Senat seien am Donnerstag eine Betriebsgenehmigung sowie die Überlassung von Flächen und Gebäuden beantragt worden, sagte Germania-Geschäftsführer Wolfgang Vieweg.

HB BERLIN. Die Berliner Behörden hatten kürzlich bereits der Schließung des bisher von der städtischen Flughafengesellschaft BFG betriebenen Flughafens zum 31. Oktober zugestimmt.

„Der Flughafen macht laut BFG bisher pro Jahr 15 Mill. € Verlust. Wir sind überzeugt, dass man Tempelhof wirtschaftlich betreiben kann“, sagte Vieweg. Angesichts der Kapazitätsengpässe auf den anderen beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld brauche man Tempelhof in der Hauptstadt zumindest bis der geplante Großflughafen Berlin-Brandenburg in Betrieb gehe. Dies sei frühestens 2010 zu erwarten. Bereits im März habe Germania zusammen mit der Fluggesellschaft Windrose Air das Übernahmeangebot grundsätzlich unterbreitet. Weitere Fluglinien wie die dba, Hapag- Lloyd und Air Berlin würden als „Freunde“ das Vorhaben unterstützen, sagte Vieweg.

Der mitten in Berlin gelegene Flughafen hatte zu besseren Zeiten im Jahr deutlich mehr als eine Million Passagiere befördert. Für dieses Jahr war mit 660 000 Passagieren kalkuliert worden, die aber angesichts der Diskussionen um die Schließung nicht zu erreichen seien, sagte Vieweg.

Gegen die Erlaubnis zur Einstellung des Flughafenbetriebs haben mehrere Fluggesellschaften Klage eingereicht. Nach den Worten Viewegs haben für den Fall des Weiterbetriebs auch Fluggesellschaften ihre Unterstützung zugesagt, die noch nicht dort fliegen würden. Dazu zählten Air Berlin und die Flugtochter des Reisekonzerns Tui, Hapag-Lloyd.

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