Gesellschaft setzt auf Innovationen - 17 neue Veranstaltungen in 2004
Koelnmesse wird noch auf Jahre keinen Gewinn ausweisen

Die Koelnmesse wird auch weiterhin keine schwarzen Zahlen schreiben. „Wir planen in den nächsten Jahren nicht, Gewinn zu machen. Wir werden vielmehr auch weiterhin jeden Cent in die Zukunft des Unternehmens stecken“, sagte Messechef Jochen Witt am Dienstag in anlässlich der Jahrespressekonferenz des Unternehmens.

KÖLN. So wird im Rahmen eines „Masterplans 2006 das Gelände für 250 Millionen Euro ausgebaut. Im zu Ende gehenden Geschäftsjahr 2004 erreicht die Messegesellschaft nach Einschätzung Witts voraussichtlich einen Konzernumsatz von rund 160 Mill. Euro. Damit würden die Erlöse knapp unter dem Niveau des vom Messeprogramm her vergleichbaren Jahres 2002 (162,5 Mill. Euro) liegen. Beim Ergebnis rechnet er mit einem Minus von rund 2,8 Millionen Euro. Zu insgesamt 69 Veranstaltungen kamen 26500 Aussteller (+17 %) sowie rund 1,7 Millionen Besucher (+30 %) und damit deutlich mehr Interessenten als im Vergleichsjahr.

Das Jahr 2004 sei - so Witt weiter - auch ein Jahr der Innovationen gewesen. So hätten 17 Messepremieren auf dem Programm gestanden, darunter die exponatec - Internationale Fachmesse für Museums- und Ausstellungstechnik, die Carbon Expo (Börse für den weltweiten Emissionshandel), die Inter-Karneval sowie die mem 04 (music entertainment media). Darüber hinaus werden Fünf weitere Veranstaltungen von anderen Messeplätzen in die Domstadt geholt, die in den kommenden beiden Jahren erstmals stattfinden sollen, darunter die Motorradmesse Intermot Köln 2006. Witt: „Die Motorräder kehren aus München heim nach Köln, wo sie bereits bis Mitte der 90er Jahre ihren Messeplatz hatten“. Für 2005 rechnet der Messechef mit rund 178 Mill. Euro Umsatz und - vor allem wegen der geplanten hohen Investitionen in das Gelände ( rd. 30 Mill. Euro) und in neue Veranstaltungen - wieder mit einem Minus in Höhe des Vorjahres.

Während die Koelnmesse zumindest bei Ausstellern und Besuchern noch deutliche Zuwachsraten verzeichnet, muss die deutsche Messewirtschaft insgesamt nach dem Boom-Jahr 2000 bereits seit vier Jahren mit rückläufigen Zahlen leben. So kamen nach ersten Erhebungen des Ausstellungs- und Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft (Auma) zu 153 internationalen Messen 165 000 Aussteller (-1%)und 9,65 Millionen Besucher (-1,5 %). Im kommenden Jahr hofft die Branche wieder auf mehr Aussteller. Der Auma begründet dies vor allem mit einem gestiegenen Interesse aus dem Ausland. „Die Talsohle ist für die Messewirtschaft hoffentlich durchschritten“, sagte Auma-Vorstand Hermann Kresse in der vergangenen Woche auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes.

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