Gespräche dauern an
Keine Einigung zwischen Lufthansa und Piloten

In offenbar zähen Verhandlungen zwischen der Lufthansa und der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit gibt es weiter keine Einigung. Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup forderte medial unterdessen eine Zwangsschlichtung.
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FrankfurtDie Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen für die rund 5400 Piloten der Lufthansa hat sich am Donnerstag schwierig gestaltet. Bis zum Donnerstagnachmittag lag noch kein Ergebnis der Sondierungen zwischen dem Unternehmen und der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) in Frankfurt vor. Die Gespräche dauerten noch an, sagten Sprecherinnen beider Seiten. Nach dem dreitägigen Pilotenstreik mit 3800 Flugausfällen aus der vergangenen Woche hatten die Tarifpartner darüber sprechen wollen, wie der seit fast zwei Wochen abgerissene Verhandlungsfaden wieder aufgenommen werden kann.

Es geht um höhere Gehälter und insbesondere um die Übergangsrenten der Piloten bei Lufthansa, Germanwings und Lufthansa Cargo. Die Piloten haben angeboten, die Kosten für die Übergangsversorgung zu deckeln. Im Schnitt gehen die Lufthansa-Kapitäne derzeit mit knapp 59 Jahren in den vom Unternehmen bezahlten Vorruhestand. Lufthansa will das Eintrittsalter wegen der hohen Kosten und der auf 65 Jahre hochgesetzten Altersgrenze für Verkehrspiloten merklich erhöhen. Die VC verlangt zudem Verdienststeigerungen um zehn Prozent.

In der Diskussion um die Macht kleiner Spartengewerkschaften hat der Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup eine Zwangsschlichtung bei Arbeitskämpfen im Bereich der Daseinsvorsorge vorgeschlagen. Sie müsste etwa im Verkehrs- und Gesundheitsbereich einem Streik vorangehen, sagte er dem Fachmagazin FVW. Rürup hatte 2012 den Tarifkonflikt zwischen Lufthansa und ihren Flugbegleitern als Schlichter beendet.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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