Gespräche mit Luftbahrtbundesamt - Klage gegen niederländisches Flugverbot
Onur Air wehrt sich gegen Flügelstutzer

Onur Air zieht vor Gericht. Man wolle sich nun juristisch gegen das von den Niederländern verhängte Flugverbot wehren.

HB DÜSSELDORF. In Deutschland versucht Onur Air auf der Verhandlungsschiene, das Flugverbot zu kippen. Für den frühen Dienstagmittag hat das Luftfahrtbundesamt in Braunschweig die Vertreter von Onur Air zu einem Treffen geladen. Dabei soll es um Sicherheitsmängel gehen, die zum Entzug der Einflugerlaubnis nach Deutschland geführt hatten. Es handele sich um ein Gespräch, nicht um Verhandlungen. „Über Sicherheit kann man nicht verhandeln“, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums.

In den Niederlanden herrscht ein schärferer Ton. „Holland ist ein Rechtsstaat“, sagte Unternehmenschef Cankut Bagana laut türkischen Fernsehberichten vom Dienstag. „Wir werden unser Recht vor Gericht suchen.“ Das Problem betreffe nicht nur die private Onur Air, sondern auch die Türkei als Staat. In den Streit hatte sich zwischenzeitlich das türkische Verkehrsministerium eingeschaltet.

Den Gang vor Gericht begründete Onur-Air-Generaldirektor Bagana damit, dass die niederländischen Vertreter keine Antwort auf die Frage gegeben hätten, warum das Flugverbot verhängt worden sei. „Das einzige, was wir wollten, war eine Erklärung für die Entscheidung. Wir wollten erfahren, warum uns die Flugrechte genommen wurden“, sagte Bagana. Dies sei in der Onur Air zugestellten Verbotsbegründung nicht ausgeführt gewesen.

Die türkische Verhandlungsdelegation bezeichnete die von den Niederländern dargelegten Begründungen als nicht hinreichend. „Die gegen Onur Air erhobenen Anschuldigungen sind nicht akzeptabel“, sagte ein Vertreter des Verkehrsministeriums. Weil es an ein oder zwei Maschinen Mängel gegeben haben soll, könne man nicht eine ganze Flotte bestrafen.

Die Vertreter der Luftfahrtbehörden der Niederlande und der Türkei wollen ihre Verhandlungen an diesem Mittwoch in Istanbul fortsetzen. Eine Marathonsitzung bei der niederländischen Flugaufsicht am Amsterdamer Flughafen Schiphol war ergebnislos geblieben. Das am vorigen Donnerstag verhängte Flugverbot gilt bis zum 12. Juni. Deutschland hatte sich dem Flugverbot angeschlossen.

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