Gespräche mit österreichischem Verkehrsministerium über LTU Austria
LTU drängt nach Österreich

LTU will in Österreich expandieren: Im Mai 2004 soll eine LTU Austria zu Urlaubszielen ans Mittelmeer starten. Außerdem plant die Fluggesellschaft eine Business-Class in ganz Europa.

HB BERLIN. Die Fluggesellschaft LTU arbeitet an einem Einstieg in den österreichischen Reisemarkt. Über eine LTU Austria seien bereits Sondierungsgespräche mit dem österreichischen Verkehrsministerium geführt worden, sagte LTU-Chef Jürgen Marbach der «Süddeutschen Zeitung». Geplant ist demnach, die neue Fluglinie als Tochtergesellschaft des zum Rewe-Konzern gehörenden österreichischen Handelsunternehmens Billa zu führen. Rewe ist auch an der LTU mit 40 Prozent beteiligt.

Die österreichische LTU soll im Mai 2004 starten, berichtet die Zeitung weiter. Geplant seien Flüge zu Urlaubszielen am Mittelmeer. Zunächst würden zwei Flugzeuge in Wien stationiert.

Außerdem will LTU nach Angaben des Unternehmenschefs auf allen innereuropäischen Strecken eine Business-Klasse einführen. Zugleich wies Marbach Spekulationen zurück, wonach LTU an Teilen des zahlungsunfähigen Ferienfliegers Aero Lloyd interessiert sei. Interessant seien höchstens einige Strecken, die Aero Lloyd von Düsseldorf aus bedient habe.

Die Sanierung seines Unternehmens sieht der LTU-Chef auf gutem Weg. Die Ziele des Sanierungsplans würden auch in diesem Jahr wieder übertroffen, sagte Marbach der «Süddeutschen Zeitung». Ende 2004 will LTU operativ schwarze Zahlen schreiben, darin sollen die Restrukturierungskosten enthalten sein. Einen weiteren Personalabbau schloss Marbach aus. Die Reduzierung sei abgeschlossen.

Der nach dem Rücktritt von Sten Daugaard Anfang Oktober freie zweite Chefposten der LTU soll erst wieder besetzt werden, wenn ein neuer Investor bei LTU «seinen Mann» an der Unternehmensspitze platzieren wolle, so die Zeitung weiter. Marbach zufolge sucht LTU weiter nach einem Investor, der den Anteil von 49,9 Prozent der Swissair übernehmen soll, der seit deren Zusammenbruch 2001 treuhänderisch verwaltet wird. Marbach rechnet nicht vor Frühjahr 2004 mit einer Entscheidung in dieser Frage. Die Suche sei nicht dringlich.

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