Gesprächsbereitschaft
Gewerkschaft hofft auf baldige Einigung im Bahn-Streit

Die Verkehrsgewerkschaft Transnet hält im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn einen Durchbruch schon an diesem Wochenende für möglich. Vorerst will Transneft daher auf weitere Warnstreiks verzichten. Pendler müssen sich aber auf weitere Verspätungen einstellen. Denn die Lokführergewerkschaft verfolgt weiterhin ihre eigenen Interessen.

HB BERLIN. „Das Angebot der Bahn ist so, dass wir Chancen sehen, zu einem Ergebnis zu kommen“, sagte Transnet-Chef Norbert Hansen dem „Tagesspiegel am Sonntag“. Er selbst werde ebenso wie Konzernchef Hartmut Mehdorn an der neuen Verhandlungsrunde am Sonntag teilnehmen. Auch die Tarifkommission werde zusammentreten.

Deshalb verzichteten Transnet und die Gewerkschaft GDBA auch auf weitere Warnstreiks - im Gegensatz zur Lokführergewerkschaft GDL, die einen eigenen Tarifvertrag anstrebt. Es sei normal, durch Streiks Druck aufzubauen, wenn die Gesprächsbereitschaft beim Arbeitgeber fehle. Sobald die Verhandlungen aber wieder liefen, würden diese Maßnahmen ausgesetzt. „Deshalb ist es für mich nicht nachvollziehbar, dass die GDL einen neuen Gesprächstermin annimmt, aber trotzdem Warnstreiks ankündigt“, sagte Hansen. Er sei dafür, dass die GDL zusammen mit Transnet und GDBA verhandele.

Eine Spaltung der Belegschaft in unterschiedliche Tarifverträge sei schlecht und fatal für alle Beschäftigtengruppen, kritisierte der Gewerkschaftschef. Allerdings müsse der Konzern noch deutlich nachlegen, sagte Hansen: „Das, was bisher geboten wird, gleicht weder die Reallohnverluste der vergangenen Jahre noch die Vorleistungen der Beschäftigten für die Sanierung der Bahn aus.“ Der Konzern habe jedoch signalisiert, dass es noch nicht das letzte Angebot gewesen sei.

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