Gesundheitsmarkt
Fitnessbranche setzt auf Festtagskilos

Die Gänsekeule ist verdaut, die guten Plätzchen auch - höchste Zeit für den Gang ins Fitness-Studio, so sieht zumindest das Kalkül der Fitnessbranche aus. Diese hofft für die nächsten Jahre auf Millionen neue Mitglieder.
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BERLIN. Der Fitnessmarkt mit seinen Milliardenumsätzen ist kräftig im Umbruch: Discount-Studios und Premiumanbieter legen zu, immer mehr Einzelstudios werden verdrängt. Experten prophezeien: Durchsetzen wird sich, wer günstig ist. Oder etwas besonders bietet. Rund 6,5 Millionen Deutsche stemmen, laufen oder radeln in Fitnessstudios - das entspricht knapp acht Prozent der Bevölkerung, deutlich weniger als in vergleichbaren Ländern. In den USA, dem Mutterland des modernen Körperkults, sind es 15 Prozent.

"Ein Grund für den Rückstand ist sicher, dass die Sportvereine in Deutschland traditionell stark sind", sagt Niels Gronau, Manager Sport- und Freizeit beim Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte. "Die Zeichen stehen aber seit Jahren auf Wachstum - wenn auch nicht für alle."

"Bei der Zahl der Aktiven liegt unsere Branche noch leicht hinter dem Deutschen Fußball-Bund", sagt Wolfgang Klauke, Sprecher von FitnessFirst, eine der größten Ketten. In den nächsten Jahren sei es aber "locker möglich", die Quote der Fitnessstudio-Mitglieder in Deutschland auf 10 oder 11 Prozent zu erhöhen. Aussichtsreich sei vor allem ein Ausbau der Kooperationen mit Sportvereinen, Krankenkassen und Firmen.

Üppige Zuwächse gibt es laut Deloitte vor allem für das Discount- Segment: Die McFit-Kette von Unternehmer Rainer Schaller stieg seit Gründung 1997 zum europäischen Marktführer in diesem Bereich auf. Inzwischen hat McFit deutschlandweit knapp eine Million Mitglieder. Solche Günstig-Studios locken mit Monatsabos für unter 20 Euro - meist ohne Kursangebote, die Nutzung von Duschen kostet oft extra.

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