Gesundheitsreform macht Apothekern zu schaffen
Apotheken verlieren erstmals seit 1993 an Umsatz

Die Gesundheitsreform hat den deutschen Apotheken im vergangenen Jahr den ersten Umsatzrückgang seit 1993 beschert.

HB WIESBADEN. Nominal nahmen die Apotheken 2,1 Prozent weniger ein, real sank der Umsatz um ein Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. „Dies legt den Eindruck nahe, dass die am 1. Januar 2004 in Kraft getretene Gesundheitsreform tatsächlich niedrigere Ausgaben für Medikamente bewirkt hat“, erklärten die Statistiker. „Allerdings wurden im Dezember 2003 bei den Apotheken noch auffällig höhere Umsätze getätigt als im Dezember früherer Jahre.“ Die Einnahmen hätten damals über 20 Prozent zugelegt. „Dies dürfte daran liegen, dass die Verbraucher im Vorgriff auf die zu erwartenden höheren Zuzahlungen für Medikamente auf Vorrat kauften.“ Im Januar blieben dann die Umsätze um gut 13 Prozent hinter dem Vorjahr zurück, im Februar noch gut sieben Prozent.

Im weiteren Verlauf des Jahres seien dann die Rückgänge geringer ausgefallen, in einigen Monaten hätten die Apotheken sogar mehr als im Vorjahr verkauft. Im Dezember 2004 hätten die Apotheken zwar gut zwei Prozent weniger verkauft als im Rekordmonat ein Jahr zuvor, allerdings sei der Umsatz in diesem Monat trotzdem ungewöhnlich hoch gewesen. „Dies könnte unter anderem daran liegen, dass die Verbraucher aus finanziellen Überlegungen sich wieder bevorratet haben“, vermuteten die Statistiker.

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