Getränkeindustrie : Wer bestimmt, was wir diesen Sommer trinken?

Getränkeindustrie
Wer bestimmt, was wir diesen Sommer trinken?

Erst Aperol Spritz, dann Hugo - kein Sommer ohne Trendgetränk. Unternehmen, die den Trend erkennen und fördern, kann er enorme Umsätze bringen. Lesen Sie, was dieses Jahr hoch im Kurs steht.
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DüsseldorfIm vergangen Sommer war es der Hugo, den der Trend-Trinker kennen musste, ein Gemisch aus Holunderblütensirup und Prosecco. Im Sommer vor zwei Jahren glänzte es in vielen Bars noch rot von den Tischen - Aperol Spritz - eine Mischung aus Sekt und dem Bitterlikör Aperol - war das In-Getränk schlechthin. Davor waren die damals brandneuen Biermischgetränke groß in Mode, die wiederum die zuckersüßen Alcopops abgelöst hatten. In regelmäßigen Abständen dominiert ein anderes Modegetränk die Bars und Restaurants Deutschlands.

Doch wer bestimmt eigentlich, mit was wir uns betrinken? Das Nummer eins Getränk der Deutschen ist immer noch Bier. Obwohl der Absatz in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen ist, machen die Brauereien laut Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie mehr als doppelt so viel Umsatz wie etwa die Schnaps-Hersteller. Vor allem Schaumwein und Wein wird immer mehr getrunken. Bei den 18-25-jährigen Frauen etwa kommen Wein und Sekt an erster Stelle der beliebtesten Getränke, danach Mixgetränke mit Spirituosen. Auch bei den Männern in dem Alter liegen sie auf dem zweiten Platz. Ihr Favorit ist nach wie vor Bier. 

Der Trend geht also zwar eher weg vom klassischen Gerstensaft, doch auch die Spirituosenhersteller profitieren nicht davon - auch dort gehen die Umsätze seit Jahren zurück, der Markt ist hart umkämpft. Glücklich kann sich da schätzen, deren Produkte den Massengeschmack treffen. So wie der Getränkeriese Campari, der 2004 die Marke Aperol kaufte. Der Umsatz mit dem Bitterlikör wuchs in den Jahren nach der Übernahme jährlich im zweistelligen Bereich. Erst 2011 wurde 40 Prozent mehr der Spirituose getrunken als noch 2010.

Doch im vergangenen Jahr schrumpfte der Umsatz das erste Mal seit neun Jahren. Der Absatz von Aperol brach 2012 um 19 Prozent ein. Nun glänzte der weiße Hugo auf den Bartresen Deutschlands. Der Trend Aperol Spritz wurde abgelöst. Doch dieses Mal profitiert kein Hersteller im Besonderen.

Campari, zu dem derzeit mehr als 40 verschiedene Marken gehören, will den Titel des Trendgetränks nicht so schnell aufgeben und sagt den Konkurrenten mit neuen Varianten und Marketingmaßnahmen den Kampf an. „Wir sind für diesen Sommer sehr gut auf Kurs“ sagte Campari Deutschland-Geschäftsführer Peter Schmid zu Handelsblatt Online.

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