Getränkekonzern Schlechte Orangenernte belastet Gewinn von Berentzen

Schlechte Ernten in Europa und Südafrika schmälern den Gewinn von Berentzen. Das Geschäft mit alkoholfreien Getränken legt hingegen zu.
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Das Unternehmen hat sich auf einen stagnierenden Spirituosenmarkt eingestellt und will stärker auf alkoholfreie Getränke setzen. Quelle: dpa
Berentzen

Das Unternehmen hat sich auf einen stagnierenden Spirituosenmarkt eingestellt und will stärker auf alkoholfreie Getränke setzen.

(Foto: dpa)

HaselünneEine schlechte Orangenernte hat den Gewinn des Getränkekonzerns Berentzen im vergangenen Jahr stark belastet. Das Konzernergebnis stürzte im Geschäftsjahr 2017 um 40,9 Prozent auf 2,6 Millionen Euro ab. Vor allem beim Geschäft mit Saftpressen, die gemeinsam mit Orangen an Supermärkte und an die Gastronomie verkauft werden, bekam das Unternehmen demnach schlechte Ernten in Europa und Südafrika zu spüren, wie die Berentzen Gruppe AG am Donnerstag in Haselünne mitteilte.

Als Konsequenz wolle der Konzern künftig enger mit den Lieferanten zusammenarbeiten und frühzeitig Verträge zur Absicherung von Ernteanteilen abschließen.

Beim Umsatz legte das Unternehmen um 1,2 Prozent auf 172,1 Millionen Euro zu. Der Erlös bei alkoholischen Getränken wie den Traditionsmarken Berentzen oder Puschkin ging leicht um 0,7 Prozent auf 91 Millionen Euro zurück. Für das Geschäftsjahr 2018 will das Unternehmen daher seine Werbung verstärken; das entsprechende Budget liege im Vergleich zum Vorjahr signifikant höher.

Mit alkoholfreien Getränken setzte der Konzern mit 49,4 Millionen Euro indes 5,8 Prozent mehr um als im Vorjahr. Von der Marke Mio Mio seien mit 20 Millionen Flaschen rund 50 Prozent mehr verkauft worden als im Vorjahr, hieß es. Auch hier investiere das Unternehmen in einen Ausbau des Vertriebs und der Werbung.

Für eine Ergebnisverbesserung solle auch die interne Umstrukturierung des Unternehmens fortgesetzt werden, sagte der Vorstandsvorsitzende Oliver Schwegmann, der seit Juni vergangenen Jahres im Amt ist. Früheren Angaben zufolge hält er die Organisation der Berentzen-Gruppe gemessen an ihrer Größe für zu komplex. Für 2018 erwarte er ein Umsatz- und Ergebniswachstum.

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