Gewerbeimmobilien im Ausland stehen angeblich kurz vor dem Verkauf
WCM verdreifacht den Nettoverlust

Die Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft WCM hat ihren Verlust im zweiten Quartal 2004 im Vergleich zum Auftaktquartal mehr als verdreifacht.

HB FRANKFURT. Der Konzernverlust im Zeitraum April bis Juni sei auf 16,24 Mill. Euro gestiegen von 5,35 Mill. im ersten Quartal, teilte die im Nebenwerte-Index MDax gelistete Firma am Dienstag mit. „Es hat im ersten Halbjahr keine Beteiligungsverkäufe gegeben. Deswegen belasten Zinszahlungen und Abschreibungen das Ergebnis“, erläuterte eine Unternehmenssprecherin. Geplante Beteiligungsverkäufe im zweiten Halbjahr dürften dies aber noch wettmachen. WCM-Chef Roland Flach hatte zuletzt ein ausgeglichenes Ergebnis für 2004 als Ziel ausgegeben. 2003 hatte WCM einen Verlust von rund 306 Mill. Euro, mitten in der Börsenkrise 2002 sogar von 860 Mill. Euro hinnehmen müssen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde 2004 im mittleren zweistelligen Millionen-Bereich liegen, bekräftigte das Unternehmen darüber hinaus im Quartalsbericht. Im ersten Halbjahr 2004 erreichte WCM ein Ebit von 8,4 (Vorjahr: 28,7) Millionen Euro. Der Rückgang ging in erster Linie auf die Entkonsolidierung der Berliner Wohnungsbaugesellschaft Gehag zurück. Das Ebit-Ziel will Flach vor allem durch Beteiligungsverkäufe erreichen.

Kurz vor der Veräußerung stünden Gewerbeimmobilien im Ausland sowie der 15-prozentige Anteil der WCM-Tochter RSE Grundbesitz und Beteiligungs-AG an der Gehag GmbH, hieß es. Weitere Verkaufsverhandlungen seien angestoßen.

Die Frankfurter WCM prüft zudem zur Vereinfachung der Konzernstruktur eine Verschmelzung mit ihrer Duisburger Tochter Klöckner-Werke, die in der Abfüll- und Verpackungstechnik tätig ist. WCM hält derzeit 78 Prozent an Klöckner und will bis Jahresende eine Entscheidung treffen.

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