Gewerkschaft empört
Bahn-Chef Grube bittet um Urlaubsaufschub

Die Bahn stellt nach den Zugausfällen in Mainz ihre Personalplanung um. Damit kein neues Chaos entsteht, hat nun der Bahnchef persönlich zum Telefonhörer gegriffen - und Mitarbeiter gebeten, ihren Urlaub zu verschieben.
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MainzBahnchef Rüdiger Grube hat Mitarbeiter aus dem Stellwerk Mainz persönlich um eine Verschiebung ihres Urlaubs gebeten und damit Empörung bei der Gewerkschaft ausgelöst. Im Interesse der Kunden und des Unternehmens habe Grube eine Handvoll Mainzer Kollegen angerufen und sie gebeten, sich zu überlegen, ob sie nicht ihren Urlaub verschieben könnten, sagte ein Bahn-Sprecher am Mittwoch. „Ausdrücklich sollten sie eine Nacht darüber schlafen.“ Es habe sich um Kollegen gehandelt, die derzeit im Dienst seien und sich noch nicht im Urlaub befänden, stellte der Sprecher klar.

Grube besuchte das Stellwerk auch persönlich. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn bestätigte am Mittwoch einen Bericht der „Bild“-Zeitung: „Es gab vertrauliche Gespräche.“ Die „Bild“-Zeitung berichtete unter Berufung auf die Bahn, Grube sei für 90 Minuten in Mainz gewesen und habe sich mit einigen Kollegen über deren Sorgen und Nöte unterhalten.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG reagierte empört: „Dass Mitarbeiter, die dringend Urlaub brauchten, vom obersten Konzernlenker persönlich angerufen werden, halte ich für ein Ding der Unmöglichkeit“, sagte EVG-Chef Alexander Kirchner. Es gebe Kollegen in Mainz, die seit Dezember keine drei Tage am Stück frei gehabt hätten. „Der Akku ist einfach leer.“ Die Entscheidung, den Betrieb in Mainz einzuschränken, habe allein die Deutsche Bahn getroffen, weil sie das Stellwerk nunmehr tagsüber mit drei statt bisher zwei Fahrdienstleitern besetzt wissen wollte.

Bahn-Personalchef Ulrich Weber hatte zuvor Fehler der Deutschen Bahn (DB) im Zusammenhang mit den Problemen im Zugverkehr rund um den Mainzer Hauptbahnhof eingeräumt. Er sei sich mit Vertretern der Arbeitnehmerseite „sicher einig, dass eine Situation wie in Mainz ein Debakel ist, das nicht hätte passieren dürfen und auch nicht mehr passieren darf“, sagte Weber am Mittwoch in Frankfurt am Main am Rande eines Treffens mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Dies gelte mit Blick auf die Kunden des Konzerns, aber auch mit Blick auf die Mitarbeiter.

Bei dem Treffen der Personalchefs der Bahn-Konzerngesellschaften mit Vertretern der EVG gehe es darum, den „sehr pauschalen Vorwurf auszuräumen, es gebe keine Personalplanung“ bei der Deutschen Bahn, sagte Weber weiter. Das Unternehmen habe in der ersten Hälfte dieses Jahres über 2000 Mitarbeiter neu eingestellt, in den vergangenen Jahren rund 20.000.

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„Mainz ist die Spitze des Eisbergs“

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  • Also mir grault es davor noch in die bahn zu steigen, obwohl mein vater und auch ich bahner waren. diese verschi........
    unqualifizierten von aussen stammenden und politisch gesteuerten manager sind eine krux für die bahn
    es wird zeit dass eine kommision vom eisenbahnbundesamt (die sind die einzigen die wissen was zulässig ist) die situation der bahn erhellt und solche miststände derer es viele weitere gibt untersucht.

    manager aus der autoindustrie soll die bahn privatisieren damit sie durch konkurenten wie toll collekt, münchner oder stuttgarter autohersteller übernommen werden kann. natürlich nicht mit deren eigenkapital sondern banken finanziert. bedeutet die bahn muss die tilgung zinsen und den garantierten gewinn(sonst lohnt es sich nicht) erwirtschaften was zu vor schon nicht möglich war bedeutet höhere preise und das autofahren wird atraktiever
    die bahn macht weitere verluste,
    aber der staat garantiert den gewinn.
    ein schelm der jetzt böse denkt
    ich kann nur sagen "bahnfahrer wehrt euch"

  • wo wohnt Grube?

  • "Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG reagierte empört..."

    Diese anachronistischen Gewerkschaftskader sind reine Theoretiker und Selbstdarsteller.

    Gut, daß der Grube mit den mitarbeitern selbst gesprochen hat, und sich nicht nur das dogmatisch gestrige Gelaber dieser Funktionäre anhört.
    Überhaupt gut ein Chef, der 1. selbst seinen Urlaub abbricht und 2. direkt auch mal nachhört, was da so in diesem desolaten Laden an der Basis im Argen liegt.

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