Gewerkschaft erbost
Verdi wirft Edeka Lohndumping vor

Viele Edeka-Filialen werden derzeit privatisiert. Für die Mitarbeiter der betroffenen Supermarktfilialen bedeutet das nichts Gutes. Denn sie verlieren häufig ihre Tarifverträge – und landen so bei Niedriglöhnen.
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BerlinDie Gewerkschaft Verdi wirft der größten deutschen Supermarktkette Edeka den gezielten Aufbau eines Niedriglohnbereichs vor. "Edeka übergibt immer mehr eigene Filialen an selbstständige Händler, und danach werden häufig Tarif- durch Dumpinglöhne ersetzt", sagte eine Verdi-Sprecherin am Montag in Berlin und bestätigte einen Bericht der Zeitung "Die Welt".

Mittlerweile seien 140.000 der 306.000 Edeka-Mitarbeiter bei selbstständigen Händlern und damit oft ohne den Schutz von Tarifverträgen oder Betriebsräten tätig.

Nach der Privatisierung von Filialen seien Tarifverträge dort nur noch ein Jahr gültig. "Nach unseren Informationen geht die Übergabe von Märkten an selbstständige Händler oft mit der Flucht aus dem Tarifvertrag einher", sagte Verdi-Sprecherin Christiane Scheller weiter. Die gleiche Strategie verfolge die Handelskette Rewe. Dort habe der Niedriglohnbereich allerdings nicht das gleiche Ausmaß.

 

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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