Handel + Konsumgüter
Gewerkschaft will Lidl-Bilanzen durchleuchten

Die Gewerkschaft Verdi will die Bilanzen des zweitgrößten deutschen Discounter Lidl durchleuchten und damit für mehr Transparenz sorgen. Dazu schaltete Verdi einen Rechtsanwalt ein, der bei den deutschen Registergerichten die entsprechenden Unterlagen prüfen soll.

dpa-afx BERLIN/NECKARSULM. Lidl mit Sitz in Neckarsulm bei Heilbronn ist hinter Aldi die Nummer zwei unter den deutschen Discountern. Nach einer Untersuchung von Trade Dimensions/M+M Eurodata und der "Lebensmittelzeitung" erzielte die Kette 2003 einen geschätzten Gesamtumsatz von 17,3 Mrd. Euro. In etwa 2 500 Filialen arbeiten nach Gewerkschaftsangaben zwischen 20 000 und 25 000 Beschäftigte. Verdi warf Firmengründer Dieter Schwarz vor, mit einer überaus verschachtelten Unternehmensstruktur Arbeitnehmerrechte auszuhebeln.

Die Gewerkschaft kritisiert seit längerem die Arbeitsbedingungen bei den Discountern in Deutschland. Im vergangenen März gab es bei Aldi, Lidl und der Drogeriemarktkette Schlecker Protestaktionen. Vor allem wird bemängelt, dass es dort zu wenige Betriebsräte gibt. Dies sei bei Lidl auch eine Folge der unbekannten Unternehmensstrukturen, sagte Dalibor.

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