Gewerkschaften kündigen Protestaktionen an
Regierung lehnt Hilfspaket für Alitalia ab

Die hoch verschuldete Fluggesellschaft Alitalia muss womöglich versuchen, ohne staatliche Hilfen Wege aus der Krise zu finden. Damit droht ihr die Insolvenz.

HB ROM. Ein entsprechendes Schreiben sei vom Wirtschaftsministerium an die Airline gegangen, berichtete eine italienische Zeitung am Mittwoch. Die angeschlagene Fluggesellschaft , die noch zu 62 Prozent in Staatsbesitz ist, wartet seit Wochen auf Staatshilfen seitens der Regierung. Der Beschluss dazu, auf den der neue Alitalia-Geschäftsführer Marco Zanichelli seinen Sanierungsplan stützen wollte, wurde jedoch immer wieder verschoben.

Unter anderem war eine Reduzierung der Steuerlast auf Treibstoff sowie eine Senkung der Steuern auf Flugtickets und die Reduzierung der Abgaben, die die Airlines der Luftfahrtbehörde Enav zahlen, im Gespräch. Zudem waren soziale Hilfen für rund 1 500 Alitalia- Mitarbeiter vorgesehen.

„Der Brief des Ministeriums ist eine kalte Dusche für die Alitalia-Spitze, die dazu aufgefordert wird, auf den eigenen Beinen zu gehen“, so die Zeitung weiter. Die Gewerkschaften, die bereits zuvor heftige Protestaktionen angekündigt hatten, rechnen nun damit, dass die angekündigten Hilfen nicht kommen und Alitalia damit vor der Insolvenz steht. Die Entscheidung der Regierung sei auf den Bankrott der Gesellschaft ausgerichtet, hieß es. Der Brief sei ein „Beileidstelegramm“.

Die Alitalia verliert Medienberichten zufolge täglich 1,2 Mill. Euro. Präsident Giuseppe Bonomi hatte bereits gewarnt, dass die Gesellschaft nicht länger als einen weiteren Monat überleben könne, falls die Regierung in Rom nicht eingreife.

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