Gewerkschaften lehnen Stellenabbau-Pläne ab
Alitalia kommt Abgrund immer näher

Für die angeschlagene italienische Fluglinie Alitalia wird es eng. Die Gewerkschaften haben den Rettungsplan der Unternehmensführung abgelehnt. Ohne diesen Plan droht jedoch die Insolvenz der vom Statt kontrollierten Firma. Daher wurde am Dienstag ein Eingreifen der Regierung in Rom gefordert. Die größten Gewerkschaften erklärten sich jedoch auch zu weiteren Gesprächen bereit und sprachen sich gegen Streiks aus.

HB ROM. Das Alitalia-Management hatte am Montagabend angekündigt, 5000 Arbeitsplätze streichen und den Konzern in zwei Unternehmen aufspalten zu wollen. Mit Hilfe der Umstrukturierung sollen die Verluste bis 2006 abgebaut werden. Nach Angaben des Unternehmens und der Regierung müsste Alitalia in wenigen Wochen Insolvenz anmelden, wenn nicht im Einklang mit den Gewerkschaften ein praktikabler Sanierungsplan augearbeitet wird. Die EU-Kommission nannte den geplanten Stellenabbau unausweichlich.

Die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi steht bereit, für einen Überbrückungskredit von 400 Mill. € fzu bürgen, um auch über September hinaus den Betrieb bei Alitalia sicherzustellen. Die Bürgschaft ist allerdings an das erfolgreiche Schnüren eines Rettungspaketes geknüpft.

Das Unternehmen will mit dem Arbeitsplatzabbau in den Jahren 2005 und 2006 rund 315 Mill. € einsparen - etwas weniger als Alitalia in der ersten Jahreshälfte an Verlusten verbuchte. Rund 1570 Stellen sollen dem Sanierungsplan zufolge im Flugbereich gestrichen werden, die übrigen beim Bodenpersonal und in der Verwaltung. In dem im Rahmen der geplanten Aufspaltung zu schaffenden Unternehmen AZ-Fly soll künftig der Flugverkehr organisiert werden. AZ-Service soll den gesamten Dienstleistungsbereich umfassen.

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