Gewerkschaften : Lufthansa darf keine Stewardessen leihen

Gewerkschaften
Lufthansa darf keine Stewardessen leihen

Um Personalkosten zu senken würde die Lufthansa auf ihrer Berlin-Strecke ihre Fluggäste gerne von Leiharbeitern bedienen lassen. Doch die Gewerkschafter wollen dem Konzern einen Strich durch die Rechnung machen.
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FrankfurtDer Einsatz von Leiharbeitern an Bord von Lufthansa -Maschinen ist nach Ansicht der Gewerkschaften nicht rechtens. Ein von den Arbeitnehmervertretern in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten komme zu dem Schluss, dass die Lufthansa weder auf den Berlin-Strecken noch an anderen Standorten Zeitarbeiter als Kabinenbesatzung einsetzen dürfe, teilten Verdi und die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo am Donnerstag gemeinsam mit.

Begründet wird das mit einer alten Klausel: Die Lufthansa habe sich Mitte des vergangenen Jahrzehnts im Zuge eines Sparprogramms verpflichtet, auf neuen Strecken in Deutschland nur Stammpersonal einzusetzen. Die Klausel habe Tarifrang und sei noch gültig. Eine zweite Rechtsstudie zu dem Thema solle Ende des Monats folgen, hieß es.

Die Lufthansa sieht in dem neuen Zeitarbeits-Modell keinen Verstoß gegen Gesetze oder gegen geltende Tarifverträge, wie ein Konzernsprecher sagte. Mehr könne vorerst nicht gesagt werden, da das Gutachten noch nicht vorliege.

Der Streit entzündet sich an einem Sparvorhaben der Lufthansa. Etwa 200 Flugbegleiter, die ab Sommer an Bord der Maschinen von und nach Berlin Getränke und Snacks servieren, sollen nicht beim Konzern direkt, sondern bei einer internen Leiharbeits-Tochter angestellt werden. Mit dem Schritt sollen die Personalkosten gesenkt werden, da die Verträge der Stewards und Stewardessen nur zwei Jahre laufen. Danach steigt das Gehalt üblicherweise, worauf die neuen Kollegen keinen Anspruch haben.

Die Lufthansa erweitert ihr Streckennetz auf 38 Städte in Europa und im Nahen Osten - bislang waren es lediglich acht. Mit den neuen Verbindungen will die Lufthansa ein größeres Stück vom Flugverkehr nach Berlin abhaben. Der neue Mega-Airport Berlin-Brandenburg, der im Juni den Betrieb aufnimmt, bietet dazu die Chance.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Jetzt beteiligt sich schon ein Unternehmen am Lohndumping, dass ich bisher als seriös eingeschätzt habe. Es wird Zeit, dass diesen Praktiken endlich ein Riegel vorgeschoben wird.

  • Nicht nur die Lufthansa darf sich Arbeitnehmer leihen. Allen Firmen weltweit muss dies untersagt werden und mit Gefängnisstrafen in maximaler Höhe bestraft werden, sowie Einzug des gesamten Vermögens der handelnden Firmen und Personen.

  • Wer Wind säht, wir Sturm ernten. Der strafbare Versuch eines der letzten Traditionsunternehmen im DAX 30, seine Angestellten mit dem intensivsten Kundenkontakt durch vermeintlich billigere Leiharbeitnehmer zu erstzen kann nur scheitern. Die Verantwortlichen im Management, die dem Ansehen, dem Ruf und der Seriosität der Lufthansa durch solche Wild-West-Methoden schweren Schaden zugefügt haben und immer noch zufügen, sollten schnellstens das Weite suchen. Auch durch solche "moves" und "Cases" kann man einen Weltkonzern ins Absits stellen. Und wenn dann die Umsätze erst wegbrechen, dann heißt es wieder - oh Wunder - weitersparen. Bitte Aufwachen, schlechte Handlung unterlassen und sich der gesellschaftpolitischen Verantwortung bzw. der Fürsorgepflicht eines seriösen Arbeitgebers stellen, danke!

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