Gewerkschaftstag
GDBA stimmt für Fusion mit Transnet

Die Verkehrsgewerkschaft GDBA nimmt Kurs auf eine Fusion mit der Partnerorganisation Transnet. Fast einstimmig votierte ein außerordentlicher Gewerkschaftstag am Donnerstag in Fulda dafür, den Zusammenschluss mit Transnet einzuleiten.
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HB FULDA. 106 von 107 Delegierten stimmten am Donnerstag in Fulda dem Leitantrag des Vorstands zu. Danach soll die Fusion in zwölf bis 18 Monaten vollzogen werden. Ziel ist die Gründung einer gemeinsamen neuen Verkehrsgewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) mit rund 260 000 Mitgliedern. Die Spitzengremien von Transnet und GDBA hatten sich Ende Oktober für die Verschmelzung ausgesprochen.

"Dieser Prozess wird auf Augenhöhe und völlig gleichberechtigt geschehen", stellte GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel fest. "Die Zeiten, in denen sich Gewerkschaften untereinander Mitglieder abjagen und das Leben schwer machen, sind vorbei."

Problematisch bei dem Zusammengehen ist die Tatsache, dass die GDBA dem Deutschen Beamtenbund (dbb) angehört. Der mit 40 000 Mitgliedern deutlich kleinere der beiden Partner muss seinen Dachverband verlassen.

Beamtenbund-Chef Peter Heesen hatte die GDBA-Delegierten unmittelbar vor dem Kongress noch davor gewarnt, ihre jahrzehntelange Heimat aufzugeben. "Sie sollten sich dieser Heimat nicht berauben", schrieb Heesen in einem Brief an die Gewerkschafter. Die Zustimmung zum Leitantrag bedeute "das sofortige Erlöschen der Mitgliedschaft der GDBA im dbb", betonte er.

Der Transnet-Vorsitzende Alexander Kirchner beglückwünschte nach der Abstimmung die GDBA. Sie dokumentiere "damit ihren Mut, im Interesse der Mitglieder und der Beschäftigten neue Wege zu gehen". Beide Bahngewerkschaften wollten nun mit ihren Mitgliedern und den Beschäftigten diskutieren. "Wir werden sie unter dem Stichwort "Werkstatt Gewerkschaft" diese neue Verkehrsgewerkschaft gestalten lassen", kündigte Kirchner an.

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