Gewerkschaftstreffen
Funktionäre beraten über den Streik

Das Ergebnis der Mitgliederversammlung war eindeutig: Die Fluglotsen wollen streiken. Zur Stunde berät sich der Gewerkschafts-Vorstand über das weitere Vorgehen.
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FrankfurtDie deutschen Fluglotsen entscheiden am Dienstagnachmittag endgültig über einen Streik. In den monatelangen Tarifkonflikt der Lotsen mit der Deutschen Flugsicherung könnten dann ab Mittwoch erstmals Urlauber und Geschäftsreisende hineingezogen werden - die Lotsengewerkschaft GdF will jede Arbeitsniederlegung 24 Stunden vorher ankündigen. Damit könnte der Flugverkehr erstmals am Mittwoch zum Erliegen kommen.

Am Montag hatten 96 Prozent der Lotsen in einer Urabstimmung für eine Arbeitsniederlegung gestimmt. Seit dem Morgen berät nun der Bundesvorstand der GdF in Frankfurt über das weitere Vorgehen. Die Arbeitnehmervertreter haben für 16 Uhr eine Pressekonferenz angesetzt, auf der sie ihre Entscheidung verkünden wollen.

Auch eine Verhandlungslösung ist noch möglich. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) legte am Wochenende ein verbessertes Angebot vor, um einen Streik noch abzuwenden. Gesagt haben die Gewerkschafter zu dem Angebot noch nichts - auch das soll erst am Nachmittag geschehen. Falls die GdF das Angebot ablehnt, bleibt noch die Möglichkeit einer Schlichtung. Während dieser Gespräche sind Arbeitsniederlegungen nicht erlaubt.

Die Fluglotsen verlangen eine Gehaltserhöhung um 6,5 Prozent über zwölf Monate und haben noch einige Zusatzforderungen gestellt. Das Unternehmen bietet eine Erhöhung der Tarifgehälter ab 1. August um jeweils 3,2 Prozent plus eine sofortige Einmalzahlung in Höhe von 0,8 Prozent des Bruttojahresgehalts. Ab 1. November 2012 würden die Gehälter dann um weitere zwei Prozent, mindestens aber in Höhe der Inflationsrate steigen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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