Gewinn bricht ein - Netto-Verlust verzeichnet: Eurotunnel sieht Rot

Gewinn bricht ein - Netto-Verlust verzeichnet
Eurotunnel sieht Rot

Der hoch verschuldete Kanaltunnelbetreiber hat im vergangenen Jahr bei rückläufigem Umsatz einen starken Gewinneinbruch verzeichnet. Hohe Abschreibungen sollen daran Schuld sein, dass Eurotunnel für 2003 einen Netto-Verlust von 1,9 Milliarden Euro ausweist. 2002 hatte Eurotunnel noch einen Gewinn in Höhe von 508 Mill. € erzielt.

HB PARIS. Eurotunnel teilte am Montag in Paris mit, die Sonderbelastungen beliefen sich auf 1,845 Mrd. €. Vor den Sonderposten ergebe sich ein Verlust von 44 Mill. €. Der operative Gewinn des Unternehmens sank auf 248 Mill. € von 326 Mill. € im Vorjahr.

Der Umsatz sank um 9,36 % auf 813 Mill. €. Auf vergleichbarer Wechselkursbasis Pfund-Euro habe der Umsatzrückgang nur 5,13 % betragen. Zur Belebung des Passagier- und Frachtgeschäfts zwischen Frankreich und Großbritannien sollen die Gebühren für den Tunnel unter dem Ärmelkanal gesenkt werden. Den französischen und britischen Regierungen sei ein entsprechender Vorschlag unterbreitet worden.

Flankierend müsse aber die Finanzstruktur des Unternehmens stabilisiert werden. Hierzu müssten unter anderem die Schulden in Höhe von neun Mrd. € abgebaut und die Zinslast verringert werden. Dadurch soll „unsere Rentabilität verbessert und unsere Finanzlage ein für alle Mal gesichert werden“, sagte Eurotunnel-Chef Richard Shirrefs. Eurotunnel sieht auch Chancen, mit dem Aufbau eines eigenen Frachtgeschäfts aus den roten Zahlen hinauszukommen.

Eurotunnel-Aktien fielen am Vormittag um 8,3 %.

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