Gewinn eingebrochen
Veolia setzt den Rotstift an

Wegen der globalen Wirtschaftskrise will das französische Unternehmen Veolia Environnement seine Investitionen drastisch zurückfahren.

HB PARIS. Im laufenden Geschäftsjahr sollten maximal zwei Milliarden Euro ausgegeben werden, kündigte der Konzern am Freitag in Paris an. Dies entspreche einer Reduzierung der Investitionen um mindestens 1,6 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Veolia ist einer der weltweit größten Umweltdienstleister.

Zudem kündigte das Unternehmen ein Sparprogramm und den Verkauf von Vermögenswerten an. 2009 sollen die Kosten um 280 Mio. Euro gesenkt werden. Zudem sei geplant, von 2009 bis 2011 rund drei Mrd. Euro durch Verkäufe einzunehmen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 verbuchte Veolia vor allem wegen einer Abschreibung auf den Firmenwert der deutschen Entsorgungs-Tochter Veolia Umweltservice GmbH einen Gewinnrückgang um 56 Prozent auf 405,1 Mio. Euro. Ohne diese Wertminderung seien unter dem Strich 703 Mio. Euro erwirtschaftet worden, hieß es. Der Umsatz stieg dank hoher Energiepreise, neuer Verträge und Zukäufe in Ländern wie Deutschland und Italien um 13,4 Prozent auf 36,2 Mrd. Euro. Ohne Zukäufe sei ein Wachstum von 9,6 Prozent erzielt worden.

Mit der Geschäftsentwicklung in Deutschland zeigte sich Veolia in den Bereichen Wasser und Nahverkehr zufrieden. Im Entsorgungsgeschäft seien allerdings mehrere Verträge verloren gegangen. Im vierten Quartal habe sich zudem die Konjunkturkrise deutlich bemerkbar gemacht. Veolia hat nach eigenen Angaben weltweit mehr als 320 000 Mitarbeiter. Die Aktie des Unternehmens stieg am Freitagvormittag zunächst um knapp drei Prozent auf 16,40 Euro.

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