Gewinn im Geschäftsjahr gesteigert
Ryanair warnt vor Ölpreisfolgen

Europas größter Billigflieger Ryanair hat sein Gesamtjahresgewinn um ein Fünftel gesteigert und die Erwartungen damit übertroffen. Im laufenden Jahr sieht Firmenchef Michael O'Leary aber dunkle Wolken aufziehen.

HB DUBLIN. Wenn der Ölpreis auf dem Niveau von 130 Dollar je Barrel bleibe, werde die Fluggesellschaft gerade die Gewinnzone erreichen, sagte O'Leary am Dienstag. Bislang hatte die Airline in ihrem pessimistischen Szenario einen Rückgang um 50 Prozent angenommen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/08 (bis Ende März) schnellte der Gewinn vor Sonderposten um 20 Prozent auf 480,9 Mill. Euro nach oben. Analysten hatten durchschnittlich mit 474,7 Mill. Euro gerechnet. Der Umsatz kletterte um 21 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro.

Der höher als erwartet ausgefallene Gewinn kam auch an der Börse gut an. Die Ryanair-Aktie legte in Irland am Vormittag knapp sechs Prozent auf 2,85 Euro zu. Unter dem Strich verbuchte der Billigflieger allerdings wegen einer hohen Abschreibung auf den Anteil am irischen Rivalen Aer Lingus einen Gewinnrückgang auf 390,7 (Vorjahr: 435,6) Mill. Euro.

Ryanair, die bislang auf eine Absicherung ihres Treibstoffverbrauchs für das laufende Jahr weitgehend verzichtet hatte, hofft mittelfristig auf einen deutlich geringeren Ölpreis. Dies werde den Gewinn wieder in die Höhe schnellen lassen. Aber auch bei den jetzigen Rekordständen könne Ryanair überleben. „Höhere Ölpreise machen die garantiert kleinsten Preise von Ryanair attraktiver, in Zeiten, in denen Kunden mehr auf den Preis achten, Wettbewerber Ticketpreise erhöhen und Kerosinzuschlag erheben und sich viele europäische Fluggesellschaften zusammenschließen oder Pleite gehen“, sagte O'Leary. All dies sei aus seiner Sicht unvermeidbar, wenn der Ölpreis im Winter über 100 Dollar pro Barrel bleibe.

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