Gewinn kräftig gesteigert - Dividende bleibt unverändert
Metro hängt Latte noch höher

Deutschlands größter Handelskonzern hat 2004 eine kräftige Gewinnsteigerung erzielt und will 2005 nochmals zulegen. Dank deutlicher Zuwächse bei den Großhandels- und Elektronikmärkten wurden zudem die Erwartungen der Analysten übertroffen.

HB DÜSSELDORF. „Das Ergebnis je Aktie vor Firmenwertabschreibungen wollen wir um acht bis zwölf Prozent steigern“, sagte Konzernchef Hans-Joachim Körber am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf. Der Umsatzzuwachs solle zwischen fünf und sechs Prozent liegen. „Signifikante Währungseffekte erwarten wir dabei nicht,“ betonte er. Der drittgrößte Handelskonzern der Welt profitiert von seinem stark wachsenden Auslandsgeschäft, das bereits die Hälfte des Umsatzes und 62 % des Betriebsergebnisses beisteuert. Das erste Quartal sei trotz drei Verkaufstagen weniger bislang „zufrieden stellend“ verlaufen. Die Metro-Aktie gehörte gegen Mittag mit einem Plus von mehr als zwei Prozent auf 41,65 € zu den größten Kursgewinnern im Deutschen Aktienindex.

In Deutschland beobachte Metro die Entwicklung mit verhaltenem Optimismus, sagte Körber. „Wir sehen durchaus die Chance für ein leichtes Wachstum der Konsumausgaben und eine konjunkturelle Erholung in der zweiten Jahreshälfte.“ Dies werde aber nur bei einer konsequenten Fortführung der Reformen kommen, mahnte er. Metro werde bei der internationalen Expansion verstärkt auf eine Verdichtung der Vertriebsnetze setzen, aber auch weiter in neue Länder gehen. Zusätzliche positive Impulse erwarte Metro von der für 2007 vorgesehenen neuerlichen EU-Erweiterung. Wachstumsregion Nummer eins bleibe China, in diesem Jahr stünden aber Russland und Indien im Fokus der Expansion. „Wir sehen in Indien mit mehr als einer Milliarde Menschen ein riesiges Wachstumspotenzial.“

Zum abgelaufenen Geschäftsjahr sagte Körber: „Wir sind in der Lage, auch unter wirtschaftlich ungünstigen Rahmenbedingungen Gewinne zu erzielen.“ Der Gewinn je Aktie (EPS) stieg 2004 den Angaben zufolge um 7,7 % auf 2,53 €. Ohne Sonderaufwendungen etwa für die Schließung von Extra-Märkten wäre das EPS um 10,4 % gestiegen.

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