Gewinn und Umsatz kräftig gesteigert
Lufthansa begeistert die Analysten

Die Lufthansa hat im ersten Quartal ein kräftiges Ergebnis- und Umsatzwachstum erzielt. Beflügelt wurde die Airline von der hohen Nachfrage und Sondereffekten. Insbesondere der Thomas-Cook-Ausstieg hat sich dabei bezahlt gemacht.

HB FRANKFURT. Unter dem Strich wurden 554 Mill. Euro verdient, im Vorjahreszeitraum war ein Verlust von 98 Mill. Euro aufgelaufen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Allein der Verkauf der 50-Prozent-Beteiligung am Tourismuskonzern Thomas Cook brachte einen Einmaleffekt von 499 Mill. Euro. Der Umsatz legte im ersten Quartal von 4,4 auf 4,7 Mrd. Euro zu.

Außerdem habe der der Lufthansa zuzurechnende Ergebnisbeitrag der Swiss in Höhe von 36 Mill. Euro zum guten Ergebnis beigetragen, teilte die Kranich-Linie mit. Die Vollkonsolidierung der Swiss erwartet Lufthansa zu Beginn des dritten Quartals 2007. Zu diesem Zeitpunkt seien alle noch ausstehenden Verkehrsrechte gesichert, sagte Sprecherin Stefanie Stotz.

Obendrein hat die Gesellschaft in den ersten drei Monaten auch einen Passagierrekord eingeflogen. Das Geschäft innerhalb Europas, wo Lufthansa seit einem Jahr mit niedrigen Einstiegspreisen gegen die Billigflieger konkurriert, legte überdurchschnittlich stark zu.

Operativ verbuchte Lufthansa in den in der Branche traditionell schwachen ersten drei Monaten wegen einer guten Auslastung einen Gewinn von 36 Mill. Euro nach einem Verlust von 75 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Den ausführlichen Quartalsbericht will Lufthansa am Donnerstag veröffentlichen. Befragte Analysten hatten im Mittel einen Umsatz von 4,756 Mrd. Euro, ein operatives Ergebnis von minus 8 Mill. Euro und einen Nettogewinn von 418 Mill. Euro prognostiziert.

Analystin Martina Noß von der Nord LB bezeichnete die Lufthansa-Zahlen als „sehr gut“. Nach den „äußerst optimistischen“ Aussagen zum Gesamtjahr sei zwar davon ausgehen gewesen, dass das erste Quartal erfolgreich verlaufen ist, doch habe das Unternehmen selbst ihre bereits hoch angesiedelten Schätzungen übertroffen, so Noß. Auch Analyst Uwe Weinreich von der HVB ist mit dem Ergebnis der Luftahsnsa zufrieden. Das erste Quartal sei jedoch aufgrund des vergleichsweise geringen Verkehrsaufkommens nur bedingt aussagekräftig.

Die Lufthansa hatte schon im Vorfeld angekündigt, bei weiteren Zusammenschlüssen von Fluggesellschaften in Europa eine aktive Rolle spielen zu wollen. Mit einem Betriebsgewinn von über einer Milliarde Euro, den die Lufthansa nach Angaben von vergangener Woche schon im laufenden Jahr erreichen will, dürfte das Unternehmen dafür auch genug Geld haben.

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