Gewinneinbruch droht

Swatch will mit neuen Produkten punkten

Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch kämpft gegen währungsbedingte Einbußen. Auch die aufkommende Apple-Konkurrenz erschwert das Uhrengeschäft. Mit neuen Modellen will Swatch den drohenden Gewinneinbruch verhindern.
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Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch geht mit zahlreichen neuen Produkten in die Offensive. Quelle: AFP
Swatch-CEO Nick Hayek

Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch geht mit zahlreichen neuen Produkten in die Offensive.

(Foto: AFP)

ZürichDer starke Franken hat dem weltgrößten Uhrenhersteller Swatch im ersten Halbjahr 2015 einen Gewinneinbruch um fast ein Fünftel eingebrockt. Diese Scharte will der Weltmarktführer durch verstärktes Marketing, Investitionen in zusätzliche Geschäfte und neue Produkte in der zweiten Jahreshälfte auswetzen. Die Aussichten seien in allen Regionen und Segmenten weiterhin sehr gut, erklärte Swatch am Donnerstag.

Das Geschäft habe sich in den Monaten Mai und Juni belebt. Die Verkäufe im Großraum China und anderen Regionen in Lokalwährungen dürften weiter wachsen, erklärten die Schweizer. Große Hoffnungen setzt Swatch dabei auf die Einführung neuer Uhren der Marken Swatch und Tissot mit Zusatzfunktion, mit denen der Konzern gegen die „Apple Watch“ des iPhone-Herstellers Apple punkten will. Stark gefragt seien zudem weiterhin mechanische Uhren in allen Preisklassen.

Im ersten Halbjahr steigerte Swatch, deren Sortiment von günstigen Plastikuhren bis hin zu edlen Zeitmessern der Marken Blancpain, Omega und Glashütte reicht, den Umsatz um 3,6 Prozent auf 4,25 Milliarden Franken. Der Reingewinn fiel hingegen um 19 Prozent auf 548 Millionen Franken. Hauptgrund für den Gewinneinbruch war der stärkere Franken.

Das sind die stärksten deutschen Luxusmarken
15. Poggenpohl
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Küchen von Poggenpohl werden stets maßgefertigt und genau an Raum und Haushaltsgröße des Kunden angepasst. Gegründet wurde das Unternehmen 1892 von Friedemir Poggenpohl als kleine Tischlerei mit Ausstellungsraum. Heute stehen Poggenpohl-Küchen in mehr als 70 Ländern.

Quelle: Luxury Business Report 2015

14. Koch und Bergfeld
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Seit 185 Jahren fertigt die Manufaktur hochwertige Silberwaren in Handarbeit. Das Unternehmen ist damit eine der ältesten noch aktiven Silberwarenfabriken Deutschland. Es fertigt unter anderem Messer, Gabeln, Löffel und andere Besteckteile aus verschiedenen Epochen wie Klassizismus, Jugendstil, Barock, Rokoko oder Art déco.

13. Bechstein Piano
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1853 nahm Carl Bechstein in Berlin die „Pianofortefabrikation“ auf. Bis heute baut das Unternehmen Flügel und Klaviere, die mit ihrem Klang Maßstäbe setzen. Voller Stolz zitiert das Unternehmen Claude Debussy mit dem Satz: „Man sollte Klaviermussik nur für den Bechstein schreiben.“

12. Dedon
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Bobby Dekeyser war Fußballprofi und Torwart des TSV 1860 München, als er Dedon 1990 gründete. Heute ist das Unternehmen eine der weltweit führenden Outdoor-Möbelmarken. Die Stühle, Tische oder Liegen werden in Handarbeit geflochten und sind mit ihrer speziell entwickelten Kunsststofffaser besonders widerstandsfähig. Gleichzeitig hat das Unternehmen schon viele renommierte Design-Preise gewonnen.

11. Robbe & Berking
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Schon seit 1874 schmiedet das Familienunternehmen hochwertige Silberstecke und Tafelgeräte – inzwischen in der fünften Generation. Rund 20 Tonnen Silber verarbeiten die knapp 200 Beschäftigten pro Jahr. Das Flensburger Unternehmen handelt auch mit Edelmetallen und seit 2008 baut eine Tochterfirma Yachten aus.

10. BWM i8
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Der bayerische Premiumhersteller hat einen Sportwagen entwickelt, der einen Energieverbrauch und Schadstoffemissionen wie ein Kleinwagen hat. Dank einer Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor beschleunigt das Fahrzeug zwar in 4,4 Sekunden auf 100 Stundenkilometer, verbraucht auf 100 Kilometern aber im Schnitt nur 2,1 Liter Benzin und 11,9 Kilowattstunden Strom.

9. Porsche
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Automarken gibt es viele in Deutschland, aber keine hat so einen Kultstatus wie der Sportwagenhersteller aus Stuttgart-Zuffenhausen. Die Volkswagen-Tochter sieht sich selbst nicht nur als größter und traditionsreichster Sportwagenhersteller der Welt, sondern auch noch als das weltweit profitabelste Automobilunternehmen.

Im Januar hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) überraschend den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken aufgegeben, was zu einer schockartigen Aufwertung des Frankens geführt hat. Um im Ausland nicht an Konkurrenzfähigkeit einzubüßen, mussten die Firmen ihre Preise senken und sich mit geringeren Renditen zufrieden geben. Derzeit kostet ein Euro 1,0425 Franken.

Die Ergebnisse seien viel weniger negativ als erwartet, kommentierte Rene Weber, Analyst der Bank Vontobel. Swatch habe Marktanteile gewonnen. Die Aktie reagierte an der festeren Schweizer Börse mit einem Kurssprung von fünf Prozent.

  • rtr
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