Gewinneinbruch
Qantas bestellt Boeings Dreamliner ab

Als Reaktion auf das erste verlustreiche Geschäftsjahr seit ihrer Privatisierung vor rund 20 Jahren hat die australische Fluggesellschaft beim US-Flugzeughersteller Boeing die Bestellung von 35 Maschinen annulliert.
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SydneyQantas befindet sich im finanziellen Sinkflug: Für das laufende Jahr hat die größte australische Fluggesellschaft einen Gewinneinbruch im Umfang von 245 Millionen australischen Dollar (205 Millionen Euro) verbucht. Die negative Entwicklung sei auf steigende Kerosinpreise, schwache internationale Geschäfte sowie eine Serie von Streiks zurückzuführen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Erstmals seit seiner Privatisierung im Jahr 1995 musste der Konzern damit einen Nettoverlust vermelden.

Allein die Kerosinkosten hätten im laufenden Geschäftsjahr bis Ende Juni mit 4,3 Milliarden australischen Dollar zu Buche geschlagen, teilte Qantas weiter mit. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Erhöhung um 18 Prozent. Ein Arbeitskampf habe die Fluglinie zudem 194 Millionen australische Dollar gekostet. Und die Krise bei den internationalen Geschäften sorgte den Angaben zufolge für einen Verlust von 450 Millionen australischen Dollar.

Im Vorjahreszeitraum hatte die Fluggesellschaft noch einen Gewinn in Höhe von 250 Millionen australischen Dollar eingestrichen.

Qantas-Geschäftsführer Alan Joyce kündigte nach der jüngsten Bekanntgabe an, den geplanten Kauf einer Flugzeugflotte von 35 Maschinen vom Typ Boeing 787 zu einem Gesamtlistenpreis von 8,5 Milliarden australischen Dollar auf Eis zu legen. Die ersten Dreamliner aus dem jetzt stornierten Auftrag sollten 2014 ausgeliefert werden.

Die Boeing 787 sei zwar ein exzellentes Flugzeug und bleibe auch weiterhin ein wichtiger Teil der Zukunft von Qantas, sagte Joyce. „Aber die Umstände haben sich seit unserer vor etlichen Jahren aufgegebenen Bestellung erheblich geändert“, sagte er. Daher sei es lebensnotwendig, das Kapital in allen Konzernbereichen umsichtig zu verteilen. Eine zweite Vorbestellung für 50 Boeing 787-9 bleibe bestehen, sagte Joyce. Die Auslieferung werde zwei Jahre vorgezogen, auf 2016.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Quantas hat vor diese Abbestellung auch im Mai 2012 die Auslieferung zwei neuen A380 von Anfang 2013 auf frühestens 2016 verschoben.
    Für Airbus und Boeing hat die Krise wieder bekommen. Man versucht mit irgendwelchen Taschenspielertricks den Investoren nur die Heile Welt vorzutäuschen. Das wird auch nicht mehr ewig funktionieren.

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