Gewinnerwartungen bekräftigt
Post glaubt an weiteres Wachstum

Post-Finanzchef Edgar Ernst erwartet auch in den kommenden Jahren steigende Gewinne bei dem gelben Riesen. Das Unternehmen setzt dabei zunehmend auf Wachstum in den Bereichen Express, Logistik und bei der Postbank.

HB BERLIN. Auf die Frage, ob er mittelfristig mit einer jährlichen Ergebnisverbesserung wie die für 2004 und 2005 erwarteten rund zehn Prozent rechne, sagte Ernst am Dienstagabend in Berlin, er erwarte keinen „Abbruch“ dieser Entwicklung. Der Ausblick für den operativen Gewinn (Ebita) im laufenden Jahr sei bisher unverändert. „Wir haben gesagt 3,6 Mrd. plus und ich gehe davon aus, dass das auch im wesentlichen unsere Guidance ist für 2005.“

Der Bereich Brief, der 2004 voraussichtlich etwa zwei Mrd. € zum operativen Gewinn von rund 3,3 Mrd. beigetragen habe, solle künftig stabil bleiben, sagte Ernst vor Journalisten. Dies gelte trotz der weiteren Einschränkung des Briefmonopols. „Wachstum kommt aus Express, Logistik und den Finanzdienstleistungen, also der Postbank.“ Bei der Logistik habe sich die Marge etwa seit dem Zukauf von Danzas von ein auf derzeit rund vier Prozent erhöht. „Im Vergleich zu unseren Wettbewerbern stehen wir gut da.“ In der Express-Sparte liefen die Geschäfte - mit der Ausnahme des US-Geschäfts - hervorragend.

Ernst bekräftigte, der Konzern gehe davon aus, seinen erwarteten Verlust in den USA von maximal 500 Mill. € aus 2004 in diesem Jahr auf 300 Mill. € zurückzufahren. Im vierten Quartal 2006 wolle der Konzern dann in seinem USA-Geschäft Gewinne einfahren.

Die Post erwartet, dass das Briefmonopol Ende 2007 ausläuft und der deutsche Briefmarkt dann vollständig liberalisiert wird. Ab Januar 2006 hält der Bonner Konzern nur noch das Monopol für Briefe bis zu 50 Gramm. Von diesem Schritt erwartet Ernst, dass vier bis fünf Prozent der Umsätze in der Briefsparte in Deutschland „in den Wettbewerb gehen“. Die Post sei aber zuversichtlich, den Großteil davon im Unternehmen zu halten. Mögliche Umsatz- und Gewinneinbußen durch den Wegfall des Monopols will die Post durch mehr Direktmarketing und den internationalen Briefverkehr abfedern.

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