Gewinnplus in 2006
Interconti will jeden Tag ein Hotel eröffnen

Der Hotel-Weltmarktführer Intercontinental, kurz Interconti, hat im vergangenen Jahr sehr gut verdient. Um auch im laufenden Jahr zu glänzen, setzt die Kette auf eine aggressive Expansion.

HB LONDON. Der Betriebsgewinn auf vergleichbarer Basis legte um 16 Prozent auf 201 Mill. Pfund (298 Mill. Euro) zu, wie der britische Hotelbetreiber am Dienstag in London mitteilte. Auch das laufende Jahr fing nach Worten von Interconti-Chef Andrew Cosslett gut an: „Wir werden in einem rasant wachsenden Markt schnell zulegen.“

Interconti werde voraussichtlich sein Ziel übertreffen, bis Ende kommenden Jahres seine Kapazität um 50 000 bis 60 000 Zimmer zu erweitern, sagte Cosslett weiter. Das gelinge aber nur, wenn die Gruppe bis dahin im Schnitt jeden Tag ein neues Hotel eröffne. Interconti betreibt momentan weltweit 3 740 Hotels mit insgesamt 556 000 Zimmern. Zur Intercontinental-Gruppe gehören auch Crowne-Plaza- und Holiday-Inn-Hotels. Die größten Rivalen sind die US-Gruppen Hilton, Starwood und Marriott.

Die Einnahmen bei allen von Interconti betriebenen Hotels kletterten im vergangenen Jahr insgesamt um 9 Prozent auf rund 12,3 Mrd. Euro. Da jedoch die Hotelgruppe nur einen Bruchteil der von ihr geführten Hotels auch selber besitzt, belief sich der Umsatz von Interconti selbst auf nur rund 1,2 Mrd. Euro, ein Plus von 13 Prozent. Der unbereinigte Betriebsgewinn sank um knapp ein Fünftel auf 383 Mill. Euro, da Interconti eine Reihe von Hotels verkaufte, um sich auf deren Management zu konzentrieren.

Interconti besaß am Jahresende nur noch 25 eigene Hotels im Wert von rund 1,5 Mrd. Euro. Cosslett sagte, er sei bereit, sich auch von diesen zu trennen. Unter den verbliebenen Häusern sind auch seine Vorzeigehotels in London, New York und Paris.

Wegen der guten Geschäfte will Interconti mit einer Sonderdividende und einem Aktienrückkauf umgerechnet rund 1,26 Mrd. Euro an seine Anteilseigner ausschütten.

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