Gewinnprognose
Deutsche Post setzt sich von der Konkurrenz ab

Die Deutsche Post überrascht mit guten Zahlen. Obwohl die Konkurrenten Fedex und TNT ihre Prognosen nach unten korrigiert haben, hält die Post an ihrem Ergebnis-Ausblick fest. Das Geschäft habe sich besser entwickelt als bei den Mitbewerbern. Analysten sind skeptisch.

DÜSSELDORF. Die Deutsche Post hat ihren Ergebnis-Ausblick bekräftigt. „Wir halten an unserer Prognose für das laufende Jahr fest“, sagte eine Sprecherin dem Handelsblatt. Sowohl der US-Paketdienst Fedex als auch kurz zuvor der niederländische Postkonzern TNT haben dagegen den Ausblick angesichts der Finanzkrise erneut gesenkt.

Zwar sehe die Post wie der Rest des Marktes aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten Rückgänge im Geschäft mit Eilsendungen, sagte Scott Price, Chef von DHL Express Europa. „Unsere momentanen Schätzungen weisen aber darauf hin, dass sich unser europäisches DHL Express-Geschäft im November sehr viel besser als das des Wettbewerbs entwickelt hat“, begründete er die Prognose. Darüber hinaus sei das Geschäft mit Eilsendungen auf dem Landweg stabil geblieben, wenn nicht sogar leicht gewachsen. Denn viele Kunden seien von der teureren Luftfracht umgestiegen.

Analysten bleiben skeptisch. Erst letzte Woche sei die Warnung von TNT gekommen, nun senke Fedex die Prognosen. Da stelle man sich die Frage, ob nicht die Post die nächsten sein könnten, meinte Jochen Rothenbacher von Equinet. TNT meldete im europäischen Luft-Expressgeschäft im Oktober einen Einbruch gegenüber dem Vorjahresmonat um 15 und im November um 20 Prozent.

Die Post hat bislang nur eine erneut schwache Entwicklung im Oktober eingeräumt. Doch auch die Lufthansa, wichtigster Kooperationspartner von DHL in der Luftfracht, verzeichnete im November einen Einbruch bei Fracht und Post um knapp zehn Prozent, den stärksten Rückgang seit mehr als einem Jahr. Rothenbacher rechnet daher mit einem Ebit der Post unterhalb ihrer Ziele.

Für DZ-Bank-Analyst Robert Czerwensky ist dagegen die Situation von Fedex aufgrund des deutlich höheren Marktanteils in den USA und eines stärkeren Gewichts margenstarker Produkte nicht mit der Lage der Post vergleichbar. Er sieht kein ähnliches operatives Risiko bei der Post. Außerdem ist die Post im Gegensatz zu Fedex im relativ stabilen Briefgeschäft tätig, das nach wie vor den Löwenanteil zum Gewinn des Konzerns beiträgt. Durch die hohen Abschreibungen der Post auf das US-Expressgeschäft liegt der Profit im Expressgeschäft ohnehin bei Null.

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