Gewinnrückgang im gewöhnlichen Geschäft
Euroshop verzeichnet unterm Strich Zuwachs

Die auf Beteiligungen an Einkaufszentren spezialisierte Deutsche Euroshop AG verzeichnete im ersten Quartal 2004 wegen höherer Investitionen und gesunkener Zinserträge bei der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit einen deutlichen Gewinnrückgang.

HB HAMBURG. Durch die Übertragung von Verlusten aus der Investitionsphase eines Objektes in Wetzlar an Mitgesellschafter wurde unter dem Strich jedoch ein um 18 % erhöhter Überschuss ausgewiesen. Für das Gesamtjahr wollte das im Kleinwerteindex SDax gelistete Unternehmen am Dienstag keine konkrete Prognose abgeben. Die Deutsche Euroshop betätigt sich mit ihren derzeit 14 Immobilienbeteiligungen als reiner Finanzinvestor und überlässt das Management der Objekte anderen Firmen.

Der Gewinn aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in den Monaten Januar bis März habe sich auf 2,03 Mill. € von 2,79 Mill. € im Auftaktquartal 2004 verringert, teilte das Unternehmen in Hamburg mit. Euroshop habe wegen des Baus eines neuen Einkaufszentrums in Wetzlar sowie Dachsanierungen an einem italienischen Objekt etwa eine Million Euro höhere Kosten gehabt als im Vorjahreszeitraum, hieß es. Außerdem seien die Zinserträge niedriger ausgefallen.

Der Nettogewinn im ersten Quartal sei dennoch auf 450 000 (Vorjahreszeitraum: 381 000) Euro gestiegen. Ein Unternehmenssprecher erklärte das damit, dass die Verluste aus der Investitionsphase in Wetzlar komplett an Mitgesellschafter übertragen worden seien. Der Umsatz sei unter anderem durch das modernisierte Rhein-Neckar-Zentrum in Viernheim und neue Mietverträge in einem Einkaufszentrum im italienischen Viterbo um vier Prozent auf 12,6 Mill. € gestiegen. Der Finanzmittelüberschuss (Free Cash Flow) habe sich um 14 % auf 7,1 Mill. € erhöht.

Für das Gesamtjahr 2004 gab das Unternehmen weiter keine konkrete Prognose ab, stellte aber eine stabile Dividende von 1,92 € je Aktie in Aussicht. „Der Vorstand geht davon aus, dass sich die Ertragssituation des Konzerns weiter verbessern wird“, hieß es lediglich. Mitte April hatte der Unternehmenssprecher in Aussicht gestellt, Euroshop werde auf jeden Fall einen Gewinn ausweisen, da allein die Umstellung der Bilanzierung von deutschen (HGB) auf internationale Standards (IFRS) „positive Ergebniseffekte im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich“ bringe. Im vergangenen Jahr hatte Euroshop einen Konzernverlust von einer halben Million Euro ausgewiesen.

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